Liebe Freundinnen und Freunde, liebe MitstreiterInnen!
Ich spreche für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der AntifaschistInnen, VVN/BdA.
Wir erinnern heute, am 77.Jahrestag ihrer Ermordung, an 10 Menschen, deren Fotos wir hier sehen:

Behme, Hermann
Bley, Julius
Grimminger, Hans
Heinemann, Kurt
Liesegang, Reinhold
Ludwig, Wilhelm (Willi)
Römling, Walter
Schmidt, Gustav
Staats, Alfred; Steinfaß, Willi

Sie lebten die die besten Eigenschaften, die der Mensch entwickeln kann: sie erkannten als Gewerkschafter und Kommunisten früh, welche Gefahr mit dem sich deutlich bemerkbar machenden Rechtsruck verbunden war. Sie erkannten das Zusammenspiel von Politik und Großkapital, das verheerende Auswirkungen auf die soziale Lage der Arbeiterklasse hatte.  Massenarbeitslosigkeit war Produkt der Herrschenden und wurde verwendet als Triebfeder für die Verbreitung der sogenannten „nationalsozialistischen“ Ideologie. Diese aber war reaktionär, völkisch und chauvinistisch; sie hatte mit Sozialismus nicht das Geringste zu tun.

Heute, am Tag der Befreiung Braunschweigs vor 65 Jahren, möchte ich Sie und euch im Namen des Friedenszentrums herzlich zur Einweihung der Gedenktafel für dieses ehemalige Judenhaus begrüßen.

Ich freue mich, dass Herr Kliemke, der Sponsor und Mitgestalter der Tafel, und Bezirksbürgermeisterin Ines Werner anschließend ein paar Worte an uns richten wollen.