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Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum »Flaggentag« der Mayors for Peace und zum 71. Jahrestag des Russell-Einstein-Manifests

Mittwoch 8.7.2026, Beginn 18.00 Uhr
Martinikirche, Braunschweig, An der Martinikirche (Altstadtmarkt), 38100 Braunschweig

Referent: Prof. Dr. Peter Brandt, Historiker, Buchautor und Sohn von Willy Brandt, Mitwirkender am Ukraine-Friedensvorschlag »Den Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden« von Harald Kujat, Peter Brandt, Michael v. d. Schulenburg, Johannes Klotz und Horst Teltschik

Moderation: Christoph Krämer, IPPNW

Veranstalter: Friedenszentrum Braunschweig, Friedensbündnis Braunschweig, IPPNW Regionalgruppe Braunschweig, Naturfreunde Braunschweig, Pax Christi Braunschweig

Der 8. Juli wird jährlich von den deutschen Mitgliedsgemeinden der Weltorganisation Mayors for Peace (MfP) als »Flaggentag« begangen, um an die atomare Zerstörung Hiroshimas und Nagasakis 1945 durch US-Atombomben zu erinnern. Zum Schutz ihrer BürgerInnen mahnen sie mit dem Hissen der Mayors-for-Peace-Flagge vor ihren Rathäusern, dass eine Wiederholung mit allen Mitteln verhütet werden muss. Ursprung ist das IGH-Rechtsgutachten von 1996, dessen 30. Jahrestag wir dieses Jahr begehen. Der Internationale Gerichtshof erklärte damit den Einsatz von und die Drohung mit Atomwaffen für völkerrechtswidrig.

Am 9. Juli jährt sich zugleich die Veröffentlichung des Manifests von Bertrand Russell und Albert Einstein von 1955, das vor der möglichen atomaren Eskalation von Kriegen warnt und daher zur friedlichen Lösung von Konflikten mahnt. Beide Jahrestage sind – nach dem »Drohnendeal« von Merz und Selenskyj und weiteren 90 EU-Milliarden für die Fortsetzung des Krieges – hoch-aktuell: Denn der Einsatz weitreichender westlicher Waffen im Innern Russlands tangiert die russische Nukleardoktrin.

Aus der Ukraine sind inzwischen Millionen von Menschen vor dem Krieg geflohen (in den Westen sowie nach Russland), Hunderttausende wurden getötet oder verstümmelt und über hunderttausend sind bereits desertiert: Die Sehnsucht nach Frieden ist dort groß, auch wenn unsere Medien ein anderes Bild zeichnen. Große Staaten wie China und Brasilien sowie der Vatikan treten für einen Kompromissfrieden ein. Während sich die USA aus der Finanzierung des Krieges zurückgezogen haben, setzt in Europa eine »Koalition der Willigen« weiterhin auf einen Sieg über Russland – trotz Eskalationsgefahr bis hin zum Atomkrieg und immensem menschlichem Leid. Und entgegen den Vorschriften des Völkerrechts: Die UN-Charta verbietet nicht nur den Einmarsch in andere Länder, sondern sie gebietet auch das Streben nach friedlichen Lösungen von bereits ausgebrochenen Kriegen.

In ihrem Vorschlag für die Aufnahme von Verhandlungen schreiben Prof. Dr. Peter Brandt, Prof. Dr. Hajo Funke, Dr. Johannes Klotz, General a.D. Harald Kujat, Michael von der Schulenburg (MdEP) und Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik: »Legitime Selbstverteidigung und das Streben nach einem gerechten und dauerhaften Frieden sind kein Widerspruch.« Sie plädieren für Kompromisse von beiden Seiten und zeigen Möglichkeiten hierfür auf: Dafür sind die Sicherheitsinteressen sowohl Russlands als auch der Ukraine zu berücksichtigen, unter Fortbestand der Ukraine als souveräner, unabhängiger und funktionsfähiger europäischer Staat.
https://michael-von-der-schulenburg.com/wp-content/uploads/Verhandlungsvorschlag-zur-friedlichen-Loesung-de-Ukrainekrieges.pdf


Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden):

Nachdem die Organisation zur Abschaffung der Atomwaffen 1982 von den Bürgermeistern von Hiroshima und Nagasaki gegründet und 2003 in »Mayors for Peace« umbenannt worden war, wuchs sie unaufhaltsam. Heute gehören ihr in 166 Ländern weltweit über 8400 Städte und Gemeinden an, allein in Deutschland schon über 900. Mitglieder sind neben Braunschweig auch unsere Nachbarstädte Hannover, Salzgitter, Wolfenbüttel, Wolfsburg, Hildesheim und Magdeburg.

 
 
 
 
» Foto Peter Brandt
 
» Foto Flaggentag Braunschweig

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