(15.06.2026)
Liebe Mitglieder und Interessierte!
Der Sommermonat Juni lädt ein in blühende Gärten, zu sommerlichen Unternehmungen in die Natur oder zu Ausflügen an unsere Seen. Glücklich, wer den Sommer genießen kann. Aber die Politik schläft nicht. Wir vom Friedenszentrum Braunschweig sehen es als unsere Aufgabe an, Informationen, die auch Sie betreffen können, an Sie weiterzugeben.
Auf der Homepage ist die Aufzeichnung unseres letzten Vortrages von Jürgen Wagner zum Thema“ Mittelstreckensysteme... Frieden schaffen mit Angriffswaffen?“
Die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Wiesbaden wurde zwar von den USA abgesagt, aber unsere Aufmerksamkeit auf das Thema sollte nicht nachlassen …
Die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Wiesbaden wurde zwar von den USA abgesagt, aber unsere Aufmerksamkeit auf das Thema sollte nicht nachlassen …
Aus der Braunschweiger Zeitung konnten Sie vernehmen, dass Braunschweig ein Standort für die Entwicklung von Drohnen wird, dass die CDU im Südwesten der Stadt den Aufbau eines Rüstungszentrums begrüßt und dass Herr Oberbürgermeister Kornblum die Musterung der Soldaten in Braunschweig begrüßt.
Nicht nur auf regionaler Ebene – die Aufrüstung unseres Staates für einen Krieg geht weiter: Der geheime Operationsplan Deutschland lüftet in Vorträgen und in Symposien der Bundeswehr seine Geheimnisse:
So im Mai auf dem "Interdisziplinären Symposium zu Krieg und Frieden auf See" des Albert-Ballin-Forums Hamburg
--> https://www.pressenza.com/de/2026/06/im-kriegsfall-bundeswehr-rechnet-mit-tausenden-russischen-kriegsgefangenen/
So im Mai auf dem "Interdisziplinären Symposium zu Krieg und Frieden auf See" des Albert-Ballin-Forums Hamburg
--> https://www.pressenza.com/de/2026/06/im-kriegsfall-bundeswehr-rechnet-mit-tausenden-russischen-kriegsgefangenen/
Im Kriegs- – auch schon im Spannungsfall (bei Eindruck russischer Gefahr ...) – müssten Nato-Truppen in den Osten zum Baltikum verlegt werden: Bis zu 800.000 Soldaten und Soldatinnen und 200.000 Fahrzeuge müssten durch Deutschland bewegt und versorgt werden. Das braucht zivile Hilfe.
„Kernelement des Operationsplanes ist die Zusammenführung der zentralen militärischen Anteile der Landes- und Bündnisverteidigung mit den notwendigen zivilen Unterstützungsleistungen zur gegenseitigen gesamtstaatlichen Unterstützung“.
https://www.bundeswehr.de/de/organisation/operatives-fuehrungskommando-der-bundeswehr/auftrag-und-aufgaben/operationsplan-deutschland
Im September startet das Manöver Red Storm Charly in Hamburg , um diesen logistischen Ernstfall zu proben.
„Kernelement des Operationsplanes ist die Zusammenführung der zentralen militärischen Anteile der Landes- und Bündnisverteidigung mit den notwendigen zivilen Unterstützungsleistungen zur gegenseitigen gesamtstaatlichen Unterstützung“.
https://www.bundeswehr.de/de/organisation/operatives-fuehrungskommando-der-bundeswehr/auftrag-und-aufgaben/operationsplan-deutschland
Im September startet das Manöver Red Storm Charly in Hamburg , um diesen logistischen Ernstfall zu proben.
- Die Nutzung der Krankenhäuser für verletzte SoldatInnen im Vorrang vor zivilen Fällen.
- Zur Unterstützungsleistung zählt auch die Unterbringung und Versorgung von tausenden russischen (???) Kriegsgefangenen – weit vorausgedacht auf dem Symposium zu Krieg und Frieden auf See.*
- Bundeswehr rechnet im Kriegsfall mit mehreren tausend russischen Kriegsgefangenen und plant deren Haft in Deutschland.
In seinem Vortrag beschreibt Kurt Leonards, Kommandeur des Landeskommandos Hamburg wie „Tausende von Kriegsgefangenen“ zunächst in Deutschland und dann in Europa verteilt werden müssten.
- Bundeswehr rechnet im Kriegsfall mit mehreren tausend russischen Kriegsgefangenen und plant deren Haft in Deutschland.
In seinem Vortrag beschreibt Kurt Leonards, Kommandeur des Landeskommandos Hamburg wie „Tausende von Kriegsgefangenen“ zunächst in Deutschland und dann in Europa verteilt werden müssten.
*12.05.2026 - 13.05.2026 |Hamburg Albert Ballin Forum Hamburg Interdisziplinäres Symposium zu Krieg und Frieden auf See „Krieg und Frieden auf See – Die Sicherheit der Meere“ – zu diesem Thema diskutierten am 12. und 13. Mai 2026 in Hamburg hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Folgen geopolitischer Konflikte für Handel, Schifffahrt und globale Lieferketten. Gastgeberin der dritten Ausgabe des Albert-Ballin-Forums von Hapag-Lloyd war die Kühne Logistics University (KLU).
Ist die Aufrüstung unseres Staates begründet?
Die Einschätzung, dass wir uns aktuell in einer Grauzone zwischen Krieg und Frieden befinden, wurde auf dem Podium begründet mit hybriden Angriffen und Drohnenentdeckungen aus Russland. Die US-Zeitung „Washington Post“ berichtete jedoch, dass westliche Geheimdienste nicht mehr von Sabotage, sondern von Unfällen ausgehen. Eine unabhängige Analyse hat Ende 2025 festgestellt, dass trotz vieler Sichtungen keine Belege für russische Drohnen in Westeuropa vorliegen.
Kriegsvorbereitung nach außen heißt sozialer Kahlschlag nach innen!
Aus der Rede von Jörn Rieken* am 30. Mai auf dem - Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin
„Unter dem Schlagwort der „Kriegstüchtigkeit“ wird die größte Aufrüstung der Bundesrepublik seit dem Ende des Kalten Krieges vorbereitet. Für uns als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter stellt sich deshalb die Frage: Wer profitiert davon? Wer bezahlt dafür? Und welche Folgen hat dieser Kurs für Beschäftigte, Sozialstaat und Demokratie?
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Deutschlands Machtprojektion als global agierungsfähiger militärischen Akteur auszuweiten. Statt Abrüstung, internationaler Kooperation und gemeinsamer Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit – Klimakrise, Armut, soziale Ungleichheit und globale Entwicklung – erleben wir eine zunehmende Orientierung auf militärische Blockkonfrontation. Immer mehr gesellschaftliche Ressourcen werden in die militärische Sphäre umgeleitet.
Dabei geht es nicht nur um Waffen und Soldaten. Es geht um die politische Ökonomie der Kriegsvorbereitung. Jede Gesellschaft verfügt nur über begrenzte finanzielle, materielle und personelle Ressourcen. Werden hunderte Milliarden Euro für militärische Zwecke bereitgestellt, stehen diese Mittel nicht mehr für andere gesellschaftliche Aufgaben zur Verfügung. Die Frage lautet deshalb nicht, ob wir uns Aufrüstung leisten können. Die Frage lautet: Worauf verzichten wir dafür?.“
* Berlin 30.05.2026. Redebeitrag Jörn Rieken (Vorstandsmitglied IG BAU Berlin, Redaktion Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin auf der Friedenskonferenz Berlin zur Vorbereitung der Londoner Europäischen Friedenskonferenz. https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/kriegsvorbereitung-nach-aussen-und-sozialer-krieg-nach-innen/
MIt freundlichen Grüßen
Elke Almut Dieter
Elke Almut Dieter