Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktive und Freunde,

ich möchte Sie und Euch im Namen des Friedenszentrums Braunschweig und des Friedensbündnis Braunschweig recht herzlich begrüßen und ich freue mich, dass Sie und Ihr mit uns die Erinnerung an den 1. September, den Antikriegstag wach haltet.

Wenn ich mit Freunden oder Kollegen davon spreche, dass wir eine Veranstaltung zum Antikriegstag machen, dann sehe ich oft in fragende Gesichter. Darin steht auch geschrieben, dass Kriege für sie weit weg sind - im Nahen Osten oder in Nordafrika. Dabei haben wir wieder Krieg auf europäischem Boden. Der Konflikt in der Ukraine hat den Krieg vor die Grenzen der EU getragen und er ist damit sehr unmittelbar. Seit Anfang 2014 wird dort gekämpft und gestorben und die Spirale der Gewalt ist noch nicht beendet.


2016 fanden 4 Friedenszentrum/Friedensbündnis/IPPNW-Veranstaltungen zum Thema Nukleare Abrüstung statt:

 

  • 17.3. im Rahmen unserer VHS-Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens "dasThema "Büchel" in Solidarität mit der 20-wöchigen Kampagne "Büchel atomwaffenfrei" und "atomwaffenfrei jetzt".

  • 8.7. Flaggentag der MfP in 200 Städten Deutschlands: Die BürgermeisterInnen der "Mayors for Peace" haben vor ihren Rathäusern für die Abschaffung von Atomwaffen geworben. So auch in unserer Stadt, wo in der Dornse eine Vortragsveranstaltung mit Ernst Ludwig Iskenius (IPPNW), Titel "Büchel ist überall"stattfand.

  • 5.8 Hiroshimagedenken: Lichterprozession und 100 Kerzen am Hiroshima Ufer mit Musik und Lyrik von Hans W. Fechtel

  • Heute, am 9.8., am Nagasaki-Gedenktag die Podiumsdiskussion "Wie bringen wir die atomare Abrüstung voran?"

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrter Herr Schöbel, meine sehr geehrten Damen und Herren,

zu der heutigen Gedenkfeier - anlässlich der 69. Wiederkehr des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki - darf ich Ihnen die herzlichen Grüße von Herrn Oberbürgermeister Markurth und des Rates der Stadt Braunschweig überbringen.

Liebe Friedensfreunde und -freundinnen!

Ich spreche hier als Vorstandsmitglied im Friedenszentrum Braunschweig: Das FZ ist Mitglied – u. a. – im hiesigen Friedensbündnis und im Haus der Kulturen.

Ich freue mich, dass wir heute den Weg über das Haus der Kulturen nehmen. Denn Friede ist ja nicht nur außenpolitisch bestimmt, sondern umfasst auch sozialen Frieden, den gewaltfreien Umgang mit internen Konflikten und kulturelle Offenheit. Der Fremdenhass, das Armutsgefälle und die mannigfache Interessensdurchsetzung durch Macht zeigen, dass auch hierzulande und in unserer Stadt Friedensarbeit notwendig ist.

Rede zum Jubiläum des Friedenszentrums

Wenn ich überlege, welche meiner Denkweisen von der Mitarbeit beim Friedenszentrum am meisten beeinflusst wurde, dann die vom Frieden per se.

Als junger, engagierter und in Deutschland aufgewachsener Mensch wusste ich vor allem eines: "Mir geht's gut". Und zwar so gut, dass ich es mir erlauben kann mir um andere Menschen Gedanken zu machen, denen es nicht so gut geht. Diesen Zustand verdank ich vor allem meinen Eltern, da ich nie existenzielle Ängste erleiden musste. Aber auch einem Sozialstaat, der vieles getan hat, um seine Bürger vor solchen Ängsten und Umständen zu schützen.

Rede zum Jubiläum des Friedenszentrums

 
Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir kurz auf die Geschichte des Friedenszentrums zurückblicken. Ich werde aber auch einige der aktuellen Arbeiten und Ziele der Friedensbewegung vorstellen.


Die Rede von Helga Schitzer, Geschäftführendes Vorstandsmitglied IG-Metall, können Sie hier nachlesen >>>>>

Rede zur Eröffnung des Braunschweiger Ostermarsches 2010
Frieder Schöbel, Vorstandsmitglied im Friedenszentrum

Liebe Braunschweigerinnen und Braunschweiger,


begrüßen möchte ich all diejenigen, die sich zu Ostern hierher auf die Socken gemacht haben, um für Frieden und Abrüstung zu demonstrieren. Ich bin gebeten worden, zum 50. Jubiläum der Ostermärsche ein paar Worte zu sagen, weil ich schon bei den ersten Ostermärschen dabei gewesen bin, jedenfalls ab 1962.

Braunschweig war einer der fünf Ausgangspunkte für den ersten deutschen Ostermarsch 1960. Die Organisatoren waren hier Heinz Friedrich und Andreas Buro. Vor der Katharinen-Kirche sprach der Theologieprofessor Fritz Wenzel, der einige Jahre zuvor SPD-Abgeordneter für Braunschweig im Bundestag gewesen war.

Es ist nichts gut in Afghanistan. Margot Käsmann kam in arge Bedrängnis für diese Wahrheit. Dabei: Die Geschehnisse von gestern geben nun wieder bitter recht. Es wird ja immer schlimmer Recht zu behalten. Gestern wieder dreimal sinnloses Sterben für diesen Kriegseinsatz, der keinen Frieden bringen kann.

Liebe Bürger,


heute habe ich das erste Mal die Möglichkeit, vor vielen von euch zu sprechen. Das letzte Jahr hatte mich die Nahost-Politik intensiver in meinem Leben bewegt, als es in den Jahren davor war. Und voller Optimismus hatte ich mich mit einigen vom Friedenszentrum auf den Weg nach Ägypten gemacht. Es war uns allen absolut ein Bedürfnis, den Menschen im Gazastreifen zu zeigen: „Hey, wir haben euch nicht vergessen! Wir denken an euch! Wir wirken Tag für Tag, wo wir die Möglichkeit haben, auf unsere Politiker ein und sagen: „Bitte vergesst sie dort nicht!“

Mein Name ist Bernd Sternkieker, ich komme von der Bürgerinitiative Waggum und wir protestieren gegen den Flughafenausbau. Jetzt kann man natürlich fragen: was hat das mit dem Ostermarsch zu tun? Was hat das mit Frieden zu tun? Wir finden, es hat erstaunlich viel mit Frieden zu tun. Und zwar der Frieden in dieser Stadt ist durch das Flughafenprojekt längst gestört. Das dokumentieren die 85 Protestaktionen seit Beginn des Ausbaues.


Der Flughafenausbau bricht den Frieden in mehrerer Hinsicht. Am augenfälligsten sicherlich durch die Eingriffe gegen die Natur, sowie die drohende Kappung und Isolierung ganzer Orte im Norden der Stadt. Zunehmend aber auch durch behördliche Schikanen gegen die protes-tierenden Menschen, gegen das Glockengeläut, gegen den Einsatz eines Megaphons, gegen das Demonstrieren auf der Straße, gegen die Versammlungsleitung, ja sogar gegen das Tragen der gelben Weste. Dazu nun auch noch Militärforschung am Flughafen Braunschweig-Waggum.