Am 16. März 1968, ermordeten US-Soldaten in dem südvietnamesischen Dorf My Lai während des Vietnam-Krieges 504 unbewaffnete Zivilisten – überwiegend Frauen, Kinder und Greise. Das Massaker von My Lai wurde vom Militär und dem amerikanischen Verteidigungsministerium 14 Monate lang vertuscht, bevor der Journalist Seymour Hersh seine Recherchen darüber in einem unabhängigen Medium veröffentlichte.

Am 9. März dieses Jahres hat das Universum-Filmtheater in Braunschweig in Zusammenarbeit mit dem Friedensbündnis und der Schulstreik-Bewegung den Film „A Single Day“ gezeigt. Regisseur Christoph Felder zeigt darin Interviews mit dem Hubschrauber-Bordschützen Lawrence Colburn, der sich mit zwei anderen Soldaten dem Massaker entgegenstellte und einige Zivilisten retten konnte. Die erschütternde Dokumentation beleuchtet nicht nur das Massaker und den Mut einiger weniger, sondern zeigt auch auf, welche massiven Traumata junge Soldaten aus dem Krieg davontragen und wie die Aufdeckung des Massakers der Friedensbewegung in den USA und Europa Aufschwung gab. Gespräche mit dem Sohn von Lawrence Colburn bilden einen Brückenschlag zu heute und zur allgemeinen Bewertung von Krieg und Gewalt.

Im Anschluss an die Veranstaltung konnte das Publikum Fragen an den Regisseur stellen sowie an Vertreter des Friedensbündnisses, der DFG-VK-Beratung zur Kriegsdienstverweigerung in Braunschweig und des Schulstreiks gegen Wehrpflicht.
 
Homepage zum Film "A Single Day"
https://resistance-film.jimdofree.com/


Weiterer Film von Christoph Felber "My Lai Inside"

https://mylai-film.jimdofree.com/
 
2018, Doku zu My Lai, streaming möglich.




Im braunschweig-spiegel erschien heute ein längerer Artikel zu My Lai


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Bildquellen: Screenshot Trailer "My Lai Inside", Screenshot Beitrag im Braunschweig-spiegel