- 3. Auflage wieder erhältlich -

 

"Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit." Dieser Satz aus dem Talmud stand bis vor kurzem in Leuchtschrift weit sichtbar an einem Gebäude auf dem ehemaligen Postgelände am Hauptbahnhof. Das Zitat gehört zur "Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße", die erst im Jahr 2000 als zentraler Gedenkort eingeweiht wurde. 2001 beschloss der Rat der Stadt das "Konzept zur Planung, Errichtung und Gestaltung städtischer Erinnerungsstätten zur nationalsozialistischen Gewaltherrschaft". Es beschäftigt sich mit den Fragen, wie mit der NS-Vergangenheit der Stadt umgegangen werden und wie eine Erinnerungskultur aussehen soll. Die Stadt reagierte damit auf das gestiegene Interesse der Bevölkerung und der Forschung.

In den neunziger Jahren waren es vor allem Bürgerinitiativen, die durch provisorische Gedenktafeln an verschiedenen Orten auf die Verbrechen der Nationalsozialisten in unserer Stadt aufmerksam machten. Sie erhielten die Möglichkeit sich beim Gedenkstättenausschuss der Stadt einzubringen. Dazu gehörte auch das Friedenszentrum Braunschweig e.V., das seit 1994 mehrere Listen mit dringend zu schaffenden Gedenkpunkten an die Verantwortlichen geschickt hatte. Die Punkte wurden ins Gedenkstättenkonzept aufgenommen und sind im Internet auf der Homepage des Friedenszentrums nachzulesen. Zur Realisierung ist allerdings bisher nicht viel geschehen.

Das Friedenszentrum beschäftigt sich seit seiner Gründung 1987 mit Erinnerungsarbeit. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte ist nötig, um Gefahren für Frieden, Demokratie und Menschenrechte in der Gegenwart frühzeitig wahrzunehmen.

Dass das Interesse der Bevölkerung an der NS-Zeit ungebrochen ist, zeigen die gut besuchten Rundgänge zu authentischen Orten, die vom Friedenszentrum regelmäßig angeboten werden. Die Geschichte seiner Stadt zu erlaufen, bietet gerade den Generationen nach 1945 eine Möglichkeit sich mit der NS-Gewaltherrschaft und dem Krieg auseinander zu setzen.

Aus diesem Grund bringt das Friedenszentrum einen alternativen Stadtführer mit ausgewählten Rundgängen heraus. Die darin zusammengetragenen Fakten und Hintergründe zur Geschichte des Nationalsozialismus in Braunschweig bilden einen kleinen Beitrag zur Erinnerungskultur. Zur Vertiefung der Themen sei auf das Literaturverzichnis verwiesen.

Die Rundgänge sind geographisch angelegt, nicht thematisch. Sie verbinden Orte, die schon Gedenktafeln aufweisen, mit Punkten, deren Kennzeichnung wir seit 20 Jahren anmahnen. Unterwegs wird auf zahlreiche Stolpersteine hingewiesen.

Neben Gedenkorten haben wir Gebäude und Straßen entlang der Wege aufgenommen, die mit der Zeit des Nationalsozialismus in Verbindung stehen und im Rahmen seiner menschenverachtenden Ideologie benutzt wurden. Da die Zeitzeugen aussterben, gewinnen die authentischen Orte an Bedeutung!

Unser Dank gilt der Stiftung Braunschweiger Land und dem Stadtarchiv Braunschweig für ihre Unterstützung. Die Broschüre ist ab sofort bei Graff und Guten Morgen Buchladen oder direkt beim Friedenszentrum (Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) für 10 € zu erwerben.

Silke Böhme und Frieder Schöbel

FlyerInhaltsverzeichnis und Vorwort

 

Dokumentation Mai 2011

Das Friedenszentrum Braunschweig hat eine Dokumentation über das Verhalten des Braunschweiger OB Dr. Gert Hoffmann und mehrere nicht veröffentlichte Leserbriefe des Friedenszentrums an die Braunschweiger Zeitung aus den letzten Jahren zusammengestellt.
Insbesondere die Kritik am OB machen wir gern der Öffentlichkeit zugänglich, weil dadurch nun endlich für eine Vertretung Braunschweigs bei der nächsten Tagung der "Bürgermeister für den Frieden" in der Nachbarstadt Hannover gesorgt wurde.

Dokumentation herunterladen

 

 


Dokumente zur Ausstellung, Band 1

Herausgeber: Friedenszentrum Braunschweig
72 Seiten A4, Preis 6 € + 1 € Versand
wvb Wissenschaftlicher Verlag Berlin

Die Broschüre ist in den Braunschweiger Bibliotheken ausleihbar.

 

 

20 Jahre Friedenszentrum


72 Seiten, A5, 2007, 4 Euro.
mit einem Grußwort der Vorsitzenden des Bundestagsunterausschusses für Abrüstung und Rüstungskontrolle Uta Zapf, MdB.

Inhalt u.a.: ♦  Interview über die Gründung des Friedenszentrums 1987: Friedensarbeit verstetigen  ♦  Christian von Heusinger: Sie waren Geopferte, nicht Opfer (zur Ausstellung "Helden, Mörder, Opfer)  ♦  Martina Staats: Die Ausstellung „Vernichtungskrieg“  ♦   Unsere Vortragsreihe WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS   ♦  Dr. Inge Gerlach: Globalisierung kontrovers  ♦  Unsere AG Gedenkpunkte  ♦  Dietrich Kuessner: Wer den Krieg will, kriegt ihn auch  ♦  Frieder Schöbel: Den Tod bringen Waffen aus Deutschland (Rüstungsexporte)  ♦   Prof. Dr. Theodor Ebert: Was würde Jesus zum Bombodrom sagen?  ♦  Helmut Weidemeier: Unsere Literaturgruppe   ♦  Dr. Ute Lampe: Frieden ist eine Herausforderung!

Die Broschüre kann hier als pdf-Dokument heruntergeladen werden >>>>

 

 

Oder warum wir uns als Juristen heute besonders im Kampf gegen die Kriegsgefahr engagieren können und müssen

Zu diesem Thema hat unser Mitglied Dr. Helmut Kramer in "Betrifft JUSTIZ" Nr. 112 vom Dezember 2012 einen neuen Aufsatz veröffentlicht.

Aufsatz als PDF

 

 

 

Zur Analyse der Kriegskultur

Dokumentation einer Vortragsreihe mit Ausstellung - Frauenfriedensgruppen in aller Welt

herausgegeben vom Friedenszentrum 2000, 136 S., 8,00 Euro.

 

 

Dokumente zur Ausstellung, Band 1

Hrsg.: Frieder Schöbel / Heinz Friedrich
144 Seiten, zahl. Abbild. u. Faks., 13 €
wvb Wissenschaftlicher Verlag Berlin

Erhältlich im Buchhandel und beim Friedenszentrum

 

 

Zeitzeugendokumentation

Der zweite Band  "Braunschweig im Bombenkrieg" erschien im Jahr 1994 anlässlich der von 90.000 BesucherInnen gesehenen Ausstellung „Bomben auf Braunschweig“ und wurde von Frieder Schöbel und Heinz Friedrich herausgegeben. Das Werk umfasst 133 Seiten und ist für 13 € im Friedenszentrum erhältlich.
Der Band enthält weitere ZeitzeugInnenberichte, Dokumente, viele Bilder und Antikriegsgedichte sowie die fünf Vorträge der 1. Ausstellung im Altstadtrathaus 1993.
Die Aktualität dieses Bandes bleibt selbst 10 Jahre nach dessen Herausgabe bestehen. Über ein halbes Jahrhundert ist seit dem zweiten Weltkrieg vergangen. Die Kindeskinder der damaligen Betroffenen können sich (zum Glück) kaum ausmalen, wie groß das Ausmaß der Katastrophe war. Sie verbringen ihre Zeit mit dem Spielen auf Spielplätzen, wo früher zunächst Häuser standen und dann Trümmer lagen. Dass ihnen das heute möglich ist, ist ein Verdienst derer, die wir heute als Zeitzeugen bezeichnen. Es ist wichtig, ihr Vermächtnis, die Erinnerung, Gedanken und Gefühle zu bewahren und für die Nachwelt zugänglich zu machen, um aus dieser dunklen Stunde der Menschheitsgeschichte zu lernen.

Im Friedenszentrum vorrätig

 

 

Dokumente aus der Gedenknacht 1994

Die Berichte Pail Gerloffs und weitere Zeitzeugen
Aktualisierte Neuauflage von Band 3 "Braunschweig im Bombenkrieg", herausgegeben von Frieder Schöbel und Heinz Friedrich. Wissenschaftlicher Verlag Berlin, 118 Seiten, 13 Euro, im Buchhandel erhältlich.
Der Bombenkrieg war für Braunschweig das einschneidendste Ereignis im 20. Jahrhundert. Nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Familien bedeutete er ein Stück Geschichte, das die Menschen erleiden mussten.
Begreifen lässt sich das damalige Geschehen heute kaum. Es zu beschreiben kann nur ein Versuch sein, angesichts der heutigen Tragödien in vielen Teilen der Welt an unsere eigene Vergangenheit zu erinnern. Aber dieser Versuch muss immer wieder unternommen werden, und zwar von denen, die das alles miterleben, mitmachen und miterleiden mussten. Nur sie können das glaubhaft vermitteln.


Rezension in der Braunschweiger Zeitung