» 2009

12.11.2009
Jörg Bergstedt referierte über den Filz in der Biotechnologie
Eine Woche nachdem eine finanzmanipulierte Pro-Gentechnik-Veranstaltung in der Universität stattgefunden hatte, setzten Friedenszentrum und BIBS am 12. 11. 2009 einen Kontrapunkt: Sie veranstalteten einen Vortrag mit dem Gen-Aktivisten Jörg Bergstedt, der erstaunliche Einblicke in eine total verfilzte Landschaft eröffnete. 6% der deutschen Bevölkerung befürworten die Gentechnik, aber, so Bergstedt, diese wenigen handelten zielstrebig und sitzen daher heute an den Schaltstellen, die für Geld, Einfluss und Versuchsgenehmigungen zuständig sind. Die Industrie weiß, dass 80% der Bevölkerung Genmanipulationen ablehnen, daher tarnen sie sich mit dem Mantel der Wissenschaft (den sich schon die Atomindustrie übergeworfen hatte). Firmen, Forschung, Behörden uns Lobby bilden eine unheilige Allianz, die sich gegenseitig die Wege ebnet. Kontrolle findet nicht statt; nicht selten wechselt einer angeblichen Verbraucherschützer die Seiten und geht zur Industrie – und das ist, so erfuhr man, nicht die US-amerikanische, sondern die deutsche, und zwar die Chemieindustrie (BASF und andere).
Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Oktober 2009:

Dr. Bernd Röttger – am 15.10. 2009 Gast des Friedenszentrums in der Volkshochschule – Vortrag ein großer Erfolg
Dr. Bernd Röttger ist Lehrbeauftragter an der Universität Wien und arbeitet freischaffend als Sozialwissenschaftler, Bildungsarbeiter und Autor. Er hat im Laufe seines Berufslebens zahlreiche Schriften zur politischen Ökonomie des Kapitalismus, zur Staatstheorie und zur Gewerkschaftspolitik veröffentlicht.
Während seines Vortrags „Green New Deal“ – stellte Bernd Röttger vor 40 Interessierten einen Weg aus der Wirtschaftskrise vor, nämlich die Möglichkeit eines neuen ökologischen Gesellschaftsvertrages. Der seit 1973/74 dominierende Neoliberalismus sei am Ende und ein neues Projekt notwendig, um die Wirtschaft wieder aus der Krise zu holen. Die „grüne“ Modernisierung der Gesellschaft werde von vielen als praktikabler Weg dazu betrachtet. Die Rückkehr des Staates als Wirtschaftsförderer sei deutlich, ein Schwerpunkt werde auf erneuerbare Energien, ein anderer auf Bildung gelegt, wobei für mehr Bildung immer noch fast nichts getan werde.
Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Oktober 2009:

Dr. Bernd Röttger – am 15.10. 2009 Gast des Friedenszentrums in der Volkshochschule – Vortrag ein großer Erfolg
Dr. Bernd Röttger ist Lehrbeauftragter an der Universität Wien und arbeitet freischaffend als Sozialwissenschaftler, Bildungsarbeiter und Autor. Er hat im Laufe seines Berufslebens zahlreiche Schriften zur politischen Ökonomie des Kapitalismus, zur Staatstheorie und zur Gewerkschaftspolitik veröffentlicht.
Während seines Vortrags „Green New Deal“ – stellte Bernd Röttger vor 40 Interessierten einen Weg aus der Wirtschaftskrise vor, nämlich die Möglichkeit eines neuen ökologischen Gesellschaftsvertrages. Der seit 1973/74 dominierende Neoliberalismus sei am Ende und ein neues Projekt notwendig, um die Wirtschaft wieder aus der Krise zu holen. Die „grüne“ Modernisierung der Gesellschaft werde von vielen als praktikabler Weg dazu betrachtet. Die Rückkehr des Staates als Wirtschaftsförderer sei deutlich, ein Schwerpunkt werde auf erneuerbare Energien, ein anderer auf Bildung gelegt, wobei für mehr Bildung immer noch fast nichts getan werde.
"Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt." (Mahatma Gandhi)
Vor 29 Jahren, 1981, erschien in Braunschweig ein Buch, über die nationalsozialistische Vergangenheit unserer Stadt. Das Buch ist seit vielen Jahren vergriffen. Ein Exemplar wurde nunmehr digitalisiert und steht als PDF der Allgemeinheit zur Verfügung.
Das Buch heißt „Braunschweig unterm Hakenkreuz. Bürgertum, Justiz und Kirche – Eine Vortragsreihe und ihr Echo“. Herausgegeben wurde das Buch seinerzeit von Dr. Helmut Kramer, Richter a.D. am Braunschweiger Oberlandesgericht.
Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - September 2009:
10.09.2009

Dr. Uwe Meier sprach am 10. 9. 09 über Verantwortungsethik und Nachhaltigkeit – Verbindliche Standards für Menschenrechte und Umweltschutz in der internationalen Landwirtschaft
Zu Beginn des 20. Semesters der Vortragsreihe des Friedenszentrums, die bisher über 80 Veranstaltungen umfasst, begrüßte Frieder Schöbel mit Uwe Meier „einen außergewöhnlichen Braunschweiger“, der nicht nur in Bürgerinitiativen wie der zum Erhalt des Schlossparks oder der zur Schaffung einer 4. IGS Außerordentliches geleistet habe, sondern den es heute bis ans andere Ende der Welt führe. Er arbeitet nämlich jetzt auf internationaler Ebene für Nachhaltigkeit und Verantwortungsethik in der Wirtschaft, besonders in der Landwirtschaft.
„Frieden“ ist ein Querschnittthema, das unterschiedliche Lebensbereiche mit einander verknüpft. Mit Uwe Meier, dem Agrarethiker und Vertreter von FIAN, des Food First Informations- und Aktions-Netzwerks, das 1986 gegründet wurde und sich als internationale Menschenrechtsorganisation dafür einsetzt, dass alle Menschen frei von Hunger leben und sich eigenverantwortlich ernähren können und das bei den UN Beobachterstatus besitzt, rückten Bereiche in den Mittelpunkt, die über die politische Sphäre weit hinausgehen. Doch sie sind die Basis, auf der das Leben von Menschen vor allem in den Ländern der Dritten Welt nachhaltig verbessert werden kann.
Am 1. Juli 2009 wurde der Untersuchungsbericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty international zum Gaza-Krieg im Dezember/Januar veröffentlicht. Amnesty macht, wie wenige Tage zuvor Human Rights Watch, der israelischen Armee den Vorwurf, dass sie wiederholt und ohne militärische Notwendigkeit zivile Ziel angegriffen habe.
Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Juni 2009:
Orhan Sat referierte über Afghanistan
Der Titel sei natürlich ironisch gemeint, versicherte der Referent der letzten Veranstaltung des Friedenszentrums und des Friedensbündnisses in der Sommer-Reihe „Wege zu einer Kultur des Friedens“, der Braunschweiger Politologe Orhan Sat, in seinem Afghanistan-Vortrag am 16.6. 2009 in der Volkshochschule. Damit bezog er sich auf Obamas neue Strategie am Hindukusch, den Comprehensive Approach, der auf der Einbeziehung auch „ziviler Elemente“ beruht. Vor allem die Nichtregierungsorganisationen (NGO) sollen in die Kriegführung von ISAF und Enduring Freedom eingebunden werden, was dem Krieg eine größere Erfolgschance geben soll.
Ostern 2009
Liebe Freundinnen und Freunde!
Aus der Stadt Jerusalem sende ich euch einen Gruß der Solidarität und der Dankbarkeit für eure unermüdliche Auflehnung gegen Krieg, Rassismus, Antisemitismus und jegliche Form und Ausdruck von Menschenfeindlichkeit, Unterdrückung und Ungerechtigkeit.
Vor mehr als 2000 Jahren wurde in Jerusalem ein Jüdischer Prophet, eurem Glaube nach ein Menschgewordener Gott, von der Gewalt und habgieriger römischer Macht, grausamster Weise gefoltert, geschunden und erniedrigt gekreuzigt, nur weil er hat sich gegen Hass, Armut, Gewalt und Heuchelei auflehnte. Seine schlimmste Sünde war sein Auflehnen gegen was bis heute das Allerheiligste in der Geld- und gewaltgierigen Welt ist, die Vertreibung der Geldwechsler aus dem Tempel. Damals hat man den Gerechtigkeits- und Friedensfürsten gekreuzigt. Heutzutage kreuzigen, meine Machthaber aus Jerusalem zu meiner Schande und Scham den Frieden und die Gerechtigkeit. Vor 35 Jahren bin ich zum ersten Mal nach Deutschland gekommen mit der Frage, ob nur Deutsche im Stande sind, rasch von der Demokratie zur grausamsten Form von Faschismus und Diktatur überzulaufen. Die letzten Wahlen in Israel haben gezeigt, dass auch die geschundensten OPFER des Nationalsozialismus, wir Juden, nicht gefeit sind gegen faschistische, kriegerische, rassistische und menschenfeindliche Züge. Seit über 60 Jahren verweigert mein Staat Israel, ein einmaliges Wunder in der menschlichen Geschichte, unseren palästinensischen Nachbarn das Recht, sich selbst zu bestimmen, und lässt sie heimatlos, vertrieben, enteignet, eingesperrt, entmenschlicht und ausgesetzt einer herzlosen Besatzung.


