» 2011

Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - November 2011:
Vortrag von Pastor i.R. Helmut Erchinger am 17.11.2011
40 Millionen Flüchtlinge sind unterwegs, doch nur drei Prozent davon kommen nach Europa. Dennoch schottet Europa sich mit der Grenztruppe "Frontex" ab. Diese Truppe nimmt auf Menschenrechte keine Rücksicht.
Über die weltweite Flüchtlingsproblematik referierte Pastor i.R. Helmut Erchinger am 17. November im Rahmen der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens", die gemeinsam vom Friedenszentrum und dem Friedensbündnis veranstaltet wird. Herr Pastor Erchinger ist Mitbegründer des "Refugiums".

Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Oktober 2011:
Vortrag von Brigitte Constein-Gülde und Elke Almut Dieter am 20.10.2011: Das Leben von Picasso: Antikriegs- und Friedensbilder
Am 20. Oktober präsentierten Brigitte Constein-Gülde und Elke Almut Dieter in der Volkshochschule das Leben und Wirken von Pablo Picasso mit besonderem Hinblick auf sein Schaffen im Bereich der Antikriegs- und der Friedensbilder.
Präses Schneider, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, kritisierte, wie einem Bericht des Deutschlandfunks (Tag für Tag, 14.10.2011) zu entnehmen war, die Außen- und Entwicklungspolitik der schwarz-gelben Regierung.

Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - September 2011:
Vortrag von Franziska Dickschen am 15.09.2011
Franziska Dickschen setzt sich seit Jahren für den gerechten Handel ein. Sie sieht die Hauptprobleme des Welthandels darin, dass sich Großkonzerne in armen Ländern ansiedeln und Böden und lokale Arbeiter ausbeuten. Kleinbauern werden in den Urwald vertrieben, der wiederum unter der betriebenen Landwirtschaft stark leidet. Gleich zu Beginn machte Frau Dickschen klar, dass es ihr nicht um "Almosen für die Bevölkerung armer Länder" geht. Sie fordert gerechte Preise für die dort verrichtete Arbeit! Großkonzerne haben im "Konzert der Weltwirtschaft" beispielsweise bei der WTO mehr zu sagen. Trotzdem haben heutzutage Fair-Trade-Organisationen einen gewissen Einfluss bei der WTO. Dies sei ein großer Erfolg!
Während unsere Politiker nicht müde werden, sich rhetorisch zu den Menschenrechten in aller Welt zu bekennen, schickt man sich an, die strafrechtliche Durchsetzung des Völkerrechts gerade dort zu verkürzen, wo es besonders darauf ankommt: im Krieg.
Nach den schlimmen Erfahrungen in beiden Weltkriegen schien die Militärjustiz im Jahre 1946 endgültig abgeschafft worden zu sein. Der im Rahmen der Wiederaufrüstung der Bundesrepublik im Jahre 1956 ins Grundgesetz eingefügte Artikel 96 GG hatte zwar die theoretische Möglichkeit einer Wehrstrafgerichtsbarkeit eröffnet. Wegen des zu erwartenden öffentlichen Widerstandes scheute man aber schon die bloße Diskussion darüber. Dennoch machten sich bald nach Gründung der Bundeswehr Juristen im Bundesjustiz- und Bundesverteidigungsministerium in aller Heimlichkeit an die Planung einer eigenständigen Militärjustiz.
Der Freiburger Sachbuchautor und unermüdliche Kämpfer gegen den deutschen Export von Kleinwaffen, Jürgen Grässlin, hat am 1. September 2011 – zusammen mit der Tübinger Informationsstelle Militarisierung – den Aachener Friedenspreis erhalten. Mit diesem Preis werden Menschen geehrt, die sich vorbildlich "von unten" für den Frieden einsetzen, teilte der Verein zur Begründung mit. Die Verleihung findet im September statt.
Das Friedenszentrum gratuliert Jürgen Grässlin, der am 7. April 2010 Referent in unserer Reihe „Wege zu einer Kultur des Friedens" war.

Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - August 2011:
Vortrag von Helmut Kramer am 18.08.2011
Zum 100. Abend der Reihe WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS begrüßte Frieder Schöbel, der vor 12 Jahren die Vortragsreihe ins Leben gerufen hatte, 55 Gäste. Er gab einen Überblick über die bekanntesten akademischen, Fach- und Laien-ReferentInnen, die das Friedenszentrum im Laufe der Zeit in die VHS eingeladen hat. Die Vielfalt der Themen reichte von den Gefahren der Atomwaffen bis zu aktuellen Gewalt-Konflikten. Die Liste kann hier heruntergeladen werden.
Den Festvortrag hielt Helmut Kramer (81), Braunschweiger Richter aus Wolfenbüttel, frisch gebackener Träger des Fritz-Bauer-Preises und langjähriges Mitglied des Friedenszentrums. Er setzte sich zuletzt 2009 als Sachverständiger im Bundestag erfolgreich dafür ein, dass auch die sogenannten "Kriegsverräter" endlich rehabilitiert wurden. Dass man einen verbrecherischen Krieg nicht verraten kann, darüber waren sich alle Anwesenden einig. Davor hatte er jahrzehntelang für die Aufhebung ungerechter Urteile und Gesetze gearbeitet – was ihm oft gelang (Erna Wazinski Todesurteil, Rechtsberatungsmissbrauchsgesetz der Nazis usw.).
10.08.2011
Das Braunschweiger Bündnis für den Frieden
1) tritt für das Existenzrecht Israels ein.
2) kooperiert mit den Friedensgruppen in Israel.
3) prangert Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seiten an.
4) vertritt die Forderung nach zwei selbständigen Staaten.

Unter diesem Titel fand am 16. Juni 2011 eine Podiumsdiskussion des Friedenszentrums mit Experten und Betroffenen statt. Monika Döhring vom Mütterzentrum, Christiane Reinsch vom Verband Alleinerziehender Mütter und Väter, Gunter Kröger als Vertreter der AWO, Uwe Söhl von der Diakonie sowie Hansi Volkmann vom DGB diskutierten mit Betroffenen und Experten im Publikum, wo auch Vertreter/innen der Grünen, der Linken und der BIBS saßen (alle Ratsfraktionen waren eingeladen, aber nicht alle hatten den Weg in den Speicher der Alten Waage gefunden).
Eingeladen war auch das Sozialdezernat der Stadt, das aber höflich abgesagt hatte. So blieb viel an der Stadt hängen, obwohl ihr bescheinigt wurde, dass sich in letzter Zeit durchaus etwas getan habe.

Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Januar 2011:
Vortrag von Bastian Loges am 27.01.2011
Bastian Loges ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften an der TU. Er sprach vor 40 Interessierten in der Volkshochschule über das UN-Konzept "Responsibility to Protect" Diese „Schutzverantwortung“ ist ein Werkzeug zur vor Menschenrechtsverletzungen wie Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord. Sie ist erst Anfang dieses Jahrhunderts vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschlossen worden. Selbst in der Friedensbewegung ist sie umstritten, weil es andererseits das traditionelle Nichteinmischungsgebot in Angelegenheiten anderer Länder gibt. Das sagt jedenfalls die UN-Charta von 1945. Auch erzeugt Gewalt meist weitere Gewalt. Erst wenn der Sicherheitsrat den „Bruch des Friedens“ in einem Land festgestellt hat, können die UN notfalls mit Blauhelmen tätig werden. Dabei sollen die Grundsätze des Gerechten Krieges streng beachtet werden.
14.01.2011
Der Leistungskurs "Politik" an der IGS Franzsches Feld eröffnete in Zusammenarbeit mit dem Friedenszentrum heute eine Ausstellung über den "Zivilen Friedensdienst": WIR SCHEUEN KEINE KONFLIKTE im Foyer vor der Schulleitung. Sie war bis 4.2.2011 dort zu sehen.
Bild 1: von rechts: Astrid Schrobsdorff (Kursleiterin), Helmut Weidemeier und Frieder Schöbel (Friedenszentrum)

Bild 2: Intensiv beschäftigten sich die SchülerInnen mit der Ausstellung.
15.01.2011
Am 27. Dezember 2008 begann Israel mit der Militäraktion „Gegossenes Blei“ den Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung in Gaza. Auf ein Gebiet von der Flächengröße Bremens, das von allen Seiten hermetisch abgeriegelt ist, wurden über einen Zeitraum von 22 Tagen schätzungsweise 1,5 Millionen Tonnen Sprengstoff abgeworfen.
Von einem "Krieg ohne Gnade" sprach Israels Verteidigungsminister Ehud Barak. Während dieses Krieges wurden 1.434 Palästinenser getötet und weitere 5.303 verletzt. Unter den 960 toten Zivilisten waren ein Drittel Frauen und Kinder (288 Kinder und Jugendliche sowie 121 Frauen). Auf israelischer Seite starben 13 Menschen, davon 3 Zivilisten, 84 wurden verletzt.


