» 2024
In der Vortragsreihe Wege zu einer Kultur des Friedens: »FAIR Handeln mit Afrika - Ein Blick auf Afrika … mit wirtschaftspolitischen und entwicklungspolitischen Fragen«
Moderation: Dr. Dieter Daunert, IPPNW
Mittwoch, 6. November 2024 um 19.00 Uhr
Ort: Saal des Kinderschutzbundes BS, Hinter der Magnikirche 6a, 38100 BS
- Eintritt frei -
veranstaltet in Zusammenarbeit mit IPPNW-Regionalgruppe Braunschweig
Betreiben immer nur »die anderen« Kriegspropaganda - aber »wir doch nicht«? Schon Lord Ponsonby wies nach dem Ersten Weltkrieg überzeugend nach, dass alle Seiten Propaganda betreiben. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Tagtäglich bekommen wir – im Krieg in der Ukraine wie im Krieg im Nahen Osten – Anschauungsmaterial geliefert, das zeigt, dass auch die NATO und die westlichen Regierungen Propaganda betreiben. Sie tun es schon recht wirkungsvoll, wie der Propagandaforscher Jonas Tögel eindrucksvoll nachweist.
Stimmungsbericht - Redebeiträge zum Nachhören - Berliner Appell 2024
Liebe Mitglieder und Interessierte,
- Brief von Parents Circle, einer Organisation von israelischen und palästinensischen Menschen, die Angehörige durch Terror, Besatzung und Krieg verloren haben.
- Brief von Campact und aus Israel, die ein Online-Seminar organisieren, Thema "Wege zum Frieden in Israel und Palästina"
Grüße
Hubert Schipmann
Die Trauer über die Toten auf beiden Seiten ist unermesslich groß ist. Auch die täglichen Demonstrationen in Israel gegen die Regierung Netanjahu zeigen, dass nicht alle Menschen mit der Ausweitung der brutalen Kriegshandlungen einverstanden sind. (Elke Almut Dieter)
Alle Plätze sind vergeben!!
BUS von BRAUNSCHWEIG nach BERLIN
Rückfahrt 16.30 Uhr ab Invalidenpark Berlin
WELTPREMIERE Donnerstag, 10.10.2924
19 Uhr im Universum Filmtheater
Zu Gast: Regisseur Michael Ewen
Deutschlands erste Ministerin
Minna Faßhauer - Arbeiterin, Gewerkschafterin, Ministerin
Minna Nikolai wurde 1875 in Bleckendorf im Bördekreis Wanzleben geboren. Sie suchte Arbeit als Jugendliche in der aufstrebenden Industriestadt Braunschweig, heiratete 1899 ihren Mann Georg Faßhauer, durch den sie in Verbindung zu den Arbeiterorganisationen kam. Sie arbeitete als Dienstmädchen, Waschfrau, Flaschenspülerin und in einer Konservenfabrik.
Durch Ihren unermüdlichen Einsatz für die Arbeiter-, Frauen- und Kinderrechte errang sie ein hohes Ansehen, sodass sie nach der Novemberrevolution vom Rat der Volksbeauftragten am 10. November 1918 zur Volkskommissarin für Volksbildung gewählt wurde. Damit war Minna Faßhauer die erste Frau, die in Deutschland ein Ministeramt bekleidete. In ihrer Amtszeit wurde u. a. die kirchliche Schulaufsicht abgeschafft sowie die Geschlechtertrennung an den Schulen aufgehoben.
Ein Film des Braunschweiger Regisseurs Michael Ewen in Kooperation mit dem DGB Braunschweig.
Freitag 20.9.2024 folgten ca 600 Menschen in Braunschweig dem Aufruf von Fridays for Future zum globalen Klimastreik. Unterstützt wurde die Demo dieses Mal thematisch und personel durch Aktive der braunschweiger Friedensbewegung. Auf ihren Bannern "STOP WARS - SAVE THE PLANET" und "ABRÜSTEN FÜRS KLIMA" wiesen sie auf die Bedeutung von Krieg als Klimaschädiger und Resourcenfresser hin. Rüstung, Manöver und Kriege befeuern die Klimakrise massiv! Krieg ist ein Klimakiller! Kriege zerstören Leben, traumatisieren Menschen, verwüsten und vergiften ganze Landstriche oft über Generationen hinweg. Brennende Ölquellen und entlaubte Wälder, zerbombte Infrastruktur, das alles setzt in hohem Maße CO2 frei, ebenso der Wiederaufbau. Aber bereits im Frieden werden durch Rüstungsproduktion und Manöver jede Menge CO2 emittiert. Wehrübungen beanspruchen riesige Flächen, verschmutzen Gewässer, Böden und die Luft. Rund um Truppenstandorte wie zum Beispiel Ramstein und Spangdahlem ist das Grundwasser verseucht und die Böden sind vergiftet.
Ein Redebeitrag zur Kundgebung war vorbereitet, konnte aber nicht gehalten werden. Er kann über unsere Homepage nachgelesen werden.
Fotos: © Achim Spethmann
- Zum Tod von Dietrich Kuessner -
Dietrich Kuessner ist am 2.9.2024, drei Monate nach seinem 90. Geburtstag gestorben.
Foto: Corinna Senftleben
Sein langes Leben stand im Zeichen einer engagierten Arbeit als Pfarrer und Historiker. Als unbequemer Mahner war er dem Friedensgedanken stark verbunden. Schon seit den 60er Jahren hat er die Friedensmärsche mit öffentlichen Reden unterstützt. Der Peace Walk 1984 von der Westküste der USA durch Europa von C.B. Hall konnte, aus Sievershausen über uns in Braunschweig kommend, auch bei ihm im Pfarrhaus Offleben Station machen, bis er von dort in die DDR weitergehen konnte. Von 1963 bis 1999 war Dietrich als Pfarrer in den Gemeinden Offleben und Reinsdorf-Hohnsleben, die zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig gehören, tätig.
Etwa 100 Menschen folgten dem Aufruf der Braunschweiger Friedensbewegung. Bei gutem Wetter fand die Auftaktveranstaltung vor dem Rathaus statt. Elke Almut Dieter (Friedenszentrum) und Ute Lampe (Friedensbündnis) begrüßten die Runde der Zuhörer, stellten den historischen Bezug zum Antikriegstag her. Elke Almut Dieter appellierte an die Regierung, dem Friedensauftrag des Grundgesetzes nachzukommen, mit ihrer Politik dem Frieden zu dienen, statt das Land kriegstauglich zu machen. Sie kritisierte die Rekrutierung von jungen Menschen für das Militär, die geplante Stationierung der US-Mittelstreckenraketen, die fehlende Offenheit und zu wenig diplomatisches Engagement für die Beendigung von Kriegen durch Verhandlungen.
Die nachfolgende Demo führte zum Schlossplatz und zur Magnikirche. in der Ruhe des Kirchplatzes hielt Adama Logosu-Teko eine engagierte Rede über Kriege in Afrika, die ihre unschönen Bezüge zu Europa haben. Eva Stassek sprach angesichts des nicht mehr existenten Deserteursdenkmal über die schwierige Situation von Deserteuren, die es weltweit in jedem Krieg gibt und die schwer bestraft werden - auch heute im Ukrainekrieg. Sie wies auf den Film im Universum hin und spielte das Lied "le deserteur" kurz an.
Über Damm und Kohlmarkt führte die Demo unterstützt von "Samba Attac" zum Ringerdenkmal, an dem Michael Schulz für die Naturfreunde sprach und auf die Verbundenheit mit der Friedensbewegung hinwies.
Zurück am Rathaus sprachen Christoph Krämer, ein Arzt von IPPNW, über den Krieg in der Ukraine und im Anschluss daran Dr. Ute Lampe über den Gazakrieg. Beide betonten, dass die Lösung nicht in der Menge und Stärke der Waffen liege, sondern dass so schnell wie möglich Verhandlungen zu einem dauerhaften Waffenstillstand geführt werden müssen, um das Sterben und zerstören zu beenden.
Ihre Appelle:
Alle Kriege beenden! Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit
- Keine deutschen Waffen an Israel! Keine Beteiligung an dem Genozid an den Palästinensern
- Wir helfen den Ukrainer langfristig nicht mit Waffen, sondern mit diplomatischen Wegen zu Verhandlungen
- eine europäische Friedensordnung erarbeiten - mit Russland
Nachfolgend Manuskripte zu Redebeiträgen von Dr. Ute Lampe, Adama Logosu-Teko, Michael Schulz und Christoph Krämer
11.00 Uhr
Auftaktveranstaltung am Platz der Deutschen Einheit vor dem Rathaus,
anschließend Demozug durch die Braunschweiger Innenstadt mit drei Halte- und Redepunkten
ca 12.30 Uhr Abschlusskundgebung
» Flyer mit Aufruf als PDF
Veranstalter:
Friedensbündnis Braunschweig
Friedenszentrum Braunschweig e.V.
IPPNW Regionalgruppe Braunschweig
Kooperationspartner:
GEW Kreisverband Braunschweig
Naturfreunde Braunschweig
Naturfreundejugend Ortsgruppe Braunschweig
- Aufruftext -
"Die Liebe zum Leben"
2.9.2024 um 19.00 Uhr
Eine Hommage an die Menschlichkeit und gegen den Krieg."
In der Reihe DOKUMENTARFILME IM UNIVERSUM
Dokumentarfilm von Annette Ortlieb
Veranstalter: Universum-Filmtheater Kooperationspartner Friedenszentrum BS e.V.
Zum ausführlichen Bericht nun noch die Videoaufzeichnungen vom 8. Juli.
Video der Veranstaltung mit Michael Mueller in der Pauli-Kirche "Ist Frieden mit Russland noch möglich?"
https://youtu.be/CAUBnnRCzUg
Das Friedenszentrum lädt zum diesjährigen Braunschweiger Gedenken an die Atombombenopfer in Hiroshima und Nagasaki ein:
Freitag, 9. August 2024 - ab ca 20.30 Uhr bis ca 22 Uhr am Okerufer im Theaterpark (Hiroshima-Ufer)
Lesung & Musik (Christian Horn, Bandoneon)
Am Okerufer im Theaterpark erinnern wir an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 79 Jahren. 100 Kerzen schwimmen am Hiroshima-Ufer auf der Oker zur Erinnerung an die Toten und Verwundeten und an die Verwüstung zweier Städte.
Angesichts der bestehenden atomaren Rüstung und dem Krieg in der Ukraine besteht fortwährend die Gefahr eines Atomkrieges.
Zu Gast ist der Friedensaktivist Kenji YAMAMOTO aus Osaka - in Japan bekannt unter seinem Autorennamen Yama-ken. Musikalisch gestaltet Christian Horn am Bandoneón die diesjährige Gedenkveranstaltung. Christian Horn ist Mitglied im Staatsorchester Braunschweig und weiterer Ensembles.
Friedenszentrum und Friedensbündnis Braunschweig unterstützen den Aufruf von nie-wieder-krieg.org mit dem
Aufruf zur Kundgebung "Nein zu Kriegen! Eskalationsspirale in der Ukraine stoppen! Waffenstillstand und Verhandlungen jetzt!"
am Samstag, den 27. Juli 2024, 12 Uhr, Kohlmarkt Braunschweig
Die Kriege in der Ukraine und in Gaza haben das Potential, sich zum 3. Weltkrieg auszuweiten. Auch unsere Regierung bereitet uns mental auf einen Krieg vor: Aufrüstung, die Wiedereinführung der Wehrpflicht, Trainings von Reservisten, Aufrüstung des Gesundheitswesens für einen Kriegseintritt, Vorbereitung von Schüler*Innen in den Schulen für den Erstfall, …
Sagt mit uns gemeinsam Nein zu den Kriegsplänen unserer Regierung. Im Atomzeitalter gibt es keine Sicherheit im Gegeneinander, sondern nur im Miteinander.
Kommt zu der Kundgebung, um gemeinsam Frieden und Abrüstung zu fordern. Sagt mit uns gemeinsam Nein zu den Kriegsplänen unserer Regierung.
Das Friedenszentrum Braunschweig unterstützt den Aufruf "Nein zu Deutschland als Kriegspartei – Nein zu neuen Mittelstreckenraketen!".
Am 8.7.2024 gab es in Braunschweig 2 Veranstaltungen anlässlich des Flaggentages der Mayors for Peace und des Gedenktages für das Manifest von Russell und Einstein.
Den 8. Juli begehen die Mayors für Peace (Bürgermeister für Frieden) weltweit jährlich als »Flaggentag«, um an die atomare Zerstörung Hiroshimas und Nagasakis 1945 zu erinnern. Die Initiative »Mayors for Peace« ist von den Bürgermeistern von Hiroshima und Nagasaki zur Abschaffung aller Atomwaffen 1982 gegründet worden. Zum Schutz ihrer BürgerInnen mahnen sie mit dem Hissen der Flagge, dass eine Wiederholung mit allen Mitteln verhütet werden muss. Seit 1987 gehört der Braunschweiger Oberbürgermeister der Initiative „Mayors for Peace“ an. Die Flagge der Mayors for Peace wurde jetzt zuzm 10. Male gehisst.
Traditionell startete der Gedenktag nachmittags mit dem Hissen der Flagge der Mayors vor Peace vor dem braunschweiger Rathaus durch Bürgermeisterin Cristina Antonelli-Ngameni (Grußwort). Elke Almut Dieter vom Friedenszentrum Braunschweig hielt die Eröffnungssrede und verlas den Gemeinsamen Appell der Bürgermeister für den Frieden der Städte Hiroshima und Nagasaki. ("Aufruf zur friedlichen Beilegung bewaffneter Konflikte und zur Abschaffung von Atomwaffen 22. Februar 2024").
Es folgte eine Rede von Bürgermeisterin Antonelli-Ngameni und Dr. Ute Lampe vom Friedensbündnis Braunschweig. Heide Janicki las eine Adaption von "Sag NEIN" von Wolfgang Borchert.
Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch Liedbeiträge von Gisela Witte, Susanne Schmedt und Heide Janicki: "Hevenu Shalom Alechem", "Imagine", "Traum vom Frieden".
Eigens aus Berlin angereist war eine Delegation der Friedensglockengesellschaft Berlin e.V., der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich im Kampf für eine atomwaffenfreie Welt zu engagieren. Gegründet wurde der Verein 1999, zu einem Zeitpunkt, als sich Deutschland erstmalig an einem völkerrechtswidrigen Aggressionskrieg der NATO in Europa unter Einsatz von Uranmunition gegen Jugoslawien beteiligte. Die Vorsitzende des Vereins Anja Meves sprach später auf der Abendveranstaltung in der Paulikirche.
Diesjähriger Referent: Michael Müller, MdB und Staatssekretär im Bundesumweltministerium a.D., Vorsitzender der NaturFreunde Deutschlands
»Ist Frieden mit Russland noch möglich? Wohin steuert Europa, wenn wir den Krieg jetzt mit westlichen Waffen nach Russland tragen?«
Bericht und Gesprächsnotizen von Elke Almut Dieter
Michael Müller beginnt seinen Vortrag mit dem Hinweis auf prominente Mitglieder der Naturfreunde: Georg Elser, der das Attentat auf Adolf Hitler in München geplant hatte, sich über Wochen abends einschießen ließ, um in Ruhe das Sprengstoffattentat vorzubereiten. Am 8. November 1939 führte er im Münchner Bürgerbräukeller das Attentat auf Adolf Hitler und nahezu die gesamte nationalsozialistische Führungsspitze aus, das nur knapp scheiterte. Die Bombe explodierte, als Hitler schon auf dem Weg zum Zug war. Georg Elsers Motivation war, den Krieg aufzuhalten. Wie wäre die Geschichte verlaufen, wenn er Erfolg gehabt hätte?
Einladung zu einer Veranstaltung anlässlich des Flaggentages der Mayors for Peace und des Gedenktages für das Manifest von Russell und Einstein.
Montag, 8. Juli 2024 - 18.30 Uhr
St. Pauli Kirche, Braunschweig, Jasperallee 35 C
Ist Frieden mit Russland noch möglich?
Wohin steuert Europa, wenn wir den Krieg jetzt mit westlichen Waffen nach Russland tragen?
Referent: Michael Müller
MdB und Staatssekretär im Bundesumweltministerium a.D.
Vorsitzender der NaturFreunde Deutschlands
Moderation: Christoph Krämer, IPPNW
Den 8. Juli begehen die Mayors für Peace (Bürgermeister für Frieden) weltweit jährlich als »Flaggentag«, um an die atomare Zerstörung Hiroshimas und Nagasakis 1945 zu erinnern (in Braunschweig 2024 zum 10. Mal). Zum Schutz ihrer BürgerInnen mahnen sie mit dem Hissen der Flagge, dass eine Wiederholung mit allen Mitteln verhütet werden muss. Am 9.7.1955 wurde dann das Manifest gegen den Atomkrieg von Bertrand Russell und Albert Einstein veröffentlicht.
In regelmäßigen Abständen gibt es die Möglichkeit zu zwangloser Diskussion von Friedensthemen im öffentlichen Raum (Offener Friedenstreff). Vorgesehen ist jeweils der 2. Mittwoch des Monats.
Diesmal am Mittwoch 10. Juli 2024 um 19.00 Uhr im Restaurant »Havanna«, Hollwedestr. 1, Braunschweig, gegenüber vom Holwedekrankenhaus.
Thema: "Militärische Eskalation oder Aussichten auf Waffenstillstand? Wohin steuert Europa?"
am Samstag, den 22. Juni fand am Sowjetischen Ehrenmal eine Gedenkveranstaltung zum Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion statt, an der Gedenkstätte für die Opfer von Zwangsarbeit auf dem Hauptfriedhof Braunschweig.
Werner Hensel
Am 22. Juni 1941* überfiel Deutschland die damalige Sowjetunion. Ein Datum an dem auch in diesem Jahr an die Greueltaten der deutschen Wehrmacht, an die 27 Millionen Kriegstoten in der Sowjetunion und millionenfachen Deportationen von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern erinnert wurde.
Werner Hensel erinnerte in seiner Gedenkrede an die Opfer dieses Krieges und nahm auch Bezug auf den Geschichtsrevisionismus, der gegenwärtig politisch und medial stattfindet. Eine weitere Ansprache folgte durch einen Vertreter der Jugendorganisation Roter Ring Braunschweig. Umrahmt wurde das Gedenken durch das Verlesen des Gedichtes "Höre, Israel!" des Lyrikers Erich Fried sowie zwei Friedensliedern.
Das Gedenken wurde vom VVN-BDA und der DKP Braunschweig organisiert.
*Auch bei der Friedenskundgebung am 22.06.24 auf dem Schlossplatz wurde Bezug an das Unternehmen "Barbarossa" der Nazi-Wehrmacht erinnert und vor der weiteren Umsetzung des Beschlusses gewarnt, den Ukrainekrieg auch mit deutschen Waffen nach Russland zu tragen.
Friedenszentrum und Friedensbündnis Braunschweig unterstützen den
Aufruf auf https://nie-wieder-krieg.org mit dem Aufruf zur Kundgebung
"Nein zu Kriegen! Eskalationsspirale in der Ukraine stoppen! Waffenstillstand und Verhandlungen jetzt!"
am Samstag, den 22. Juni 2024, 11.00 Uhr, Schlossplatz Braunschweig
Die Kriege in der Ukraine und in Gaza haben das Potential, sich zum 3. Weltkrieg auszuweiten. Auch unsere Regierung bereitet uns mental auf einen Krieg vor: Aufrüstung, die Wiedereinführung der Wehrpflicht, Trainings von Reservisten, Aufrüstung des Gesundheitswesens für einen Kriegseintritt, Vorbereitung von Schüler*Innen in den Schulen für den Erstfall, …
Sagt mit uns gemeinsam Nein zu den Kriegsplänen unserer Regierung. Im Atomzeitalter gibt es keine Sicherheit im Gegeneinander, sondern nur im Miteinander.
Kommt zu der Kundgebung, um gemeinsam Frieden und Abrüstung zu fordern. Sagt mit uns gemeinsam Nein zu den Kriegsplänen unserer Regierung.
Christoph Krämer
Am Samstag, den 22. Juni 2024, fand ab 11 Uhr am Schlossplatz Braunschweig eine Kundgebung "Nein zu Kriegen! Eskalationsspirale in der Ukraine stoppen! Waffenstillstand und Verhandlungen jetzt!" statt.
Die Kriege in der Ukraine und in Gaza haben das Potential, sich zum 3. Weltkrieg auszuweiten. Auch unsere Regierung bereitet uns mental auf einen Krieg vor: Aufrüstung, die Wiedereinführung der Wehrpflicht, Trainings von Reservisten, Aufrüstung des Gesundheitswesens für einen Kriegseintritt, Vorbereitung von Schüler*Innen in den Schulen für den Erstfall, …
Es wurde auch auf den Aufruf der Friedensbewegung "Nein zu Kriegen" hingewiesen, der unter folgendem Link online unterzeichnet werden kann: https://nie-wieder-krieg.org
In der Vortragsreihe Wege zu einer Kultur des Friedens
Mittwoch, 19. Juni 2024 um 19.00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Dr. Heinz Klippert
Haus der Kulturen, Am Nordbahnhof 1A, 38106 Braunschweig
- Eintritt frei -
veranstaltet in Kooperation mit dem Kreisverband Brauschweig der GEW
In seinem Vortrag plädiert Klippert für einen reflektierten Pazifismus, der auf gewaltfreie Wege der Konfliktregelung/Kriegsprävention setzt, auf Verstehen, Verstand und Vernunft (Kant) zielt und Kriege mit allen Mitteln zu vermeiden oder umgehend zu beenden sucht. Sein Credo: „Wir müssen den Frieden vorbereiten und das verbreitete Gut-Böse-Denken überwinden, Feindbilder und Kriegsrhetorik kritisch hinterfragen, Perspektivenwechsel vornehmen, begründete Kriegsskepsis fördern, Dämonisierung vermeiden und das „alte“ Entspannungs-, Abrüstungs- und Versöhnungsdenken wiederbeleben.“ Das gilt nicht nur für die Politik und Medienzunft, sondern auch für den Bildungsbereich. Klippert liefert vielfältige Argumente und Denkanstöße in Sachen Friedensbildung und Friedenssicherung in einer multipolaren Welt und macht Mut dazu, Kriege als das zu bezeichnen, was sie tatsächlich sind: verheerend für alle Seiten. Die aktuellen Kriege in der Ukraine und in Gaza sind bedrückende Beispiele dafür.
Der folgende Aufruf der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder“ kann auf https://nie-wieder-krieg.org/ unterzeichnet werden. Zu den Erstunterzeichnern gehören Sevim Dagdelen, Daniela Dahn, Michael von der Schulenburg und Sahra Wagenknecht, Lühr Henken, Horst Schmitthenner, Norman Paech und Margot Käßmann.
"Mit der Erlaubnis für die Ukraine, jetzt auch mit NATO-Waffen russisches Territorium anzugreifen, dreht der Westen erheblich an der Eskalationsschraube. Auch mit deutschen Waffen darf jetzt wieder auf Russland geschossen werden.
Insbesondere die ukrainischen Angriffe auf Frühwarnanlagen der russischen Nuklearstreitkräfte sind unverantwortlich und eine dramatische Zuspitzung des Krieges. Sie betreffen das zentrale Sicherheitsinteresse Russlands als Atommacht. Die russische Nukleardoktrin sieht – ähnlich wie die der USA – die Möglichkeit eines Atomschlags bei Beeinträchtigung ihrer Nuklearfähigkeiten auch durch konventionelle Waffen vor. Eine entsprechende militärische Antwort Russlands kann nicht ausgeschlossen werden. Der Stellvertreterkrieg kann so leicht zum Dritten Weltkrieg werden.
Das massenhafte Sterben, die Zerstörung und der Ruin der Ukraine gehen unterdessen weiter.
Der Verlauf des Krieges zeigt, dass eine Lösung des Konflikts auf dem Schlachtfeld nicht möglich ist. Die militärische Logik muss durch Verhandlungen durchbrochen werden.
Daher fordern wir – auch aus historischer Verantwortung- von der Bundesregierung:
* eigene Initiativen zu ergreifen, die zu Waffenstillstand und Verhandlungen führen
* alles dafür zu tun, einen Beitrag für eine dauerhafte politische Lösung zu leisten.
Unsere Verpflichtung als verantwortungsbewusste Bürger und Bürgerinnen dieses Landes besteht indes darin, der Regierung die Unterstützung ihres Kriegskurses zu verweigern."
» Zum Artikel in der FR
Die Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Schiffer referiert am 5. Juni 2024 um 19.30 Uhr im Kulturmarktplatz Goslar
Für das Funktionieren der Demokratie haben investigative und kritische Medien eine elementare Bedeutung. Nicht ohne Grund werden sie als die „Vierte Gewalt“ im Staat bezeichnet. Das grundsätzliche Vertrauen in Medien ist jedoch massiv gesunken. Die renommierte Mainzer Langzeitstudie zum Medienvertrauen überraschte 2023 mit dem Ergebnis, dass nur 44 % der befragten Menschen den öffentlich-rechtlichen Medien vertrauen. Eine aktuelle repräsentative Umfrage des Nachrichtensenders NTV bestätigt das Misstrauen der Bundesbürger den sogenannten etablierten Medien gegenüber mit vergleichbaren Zahlen. Und eine kürzliche Forsa-Umfrage ergab, dass 43 Prozent der Befragten erklärten, ihrem subjektivem Eindruck nach sei der Journalismus in den letzten Jahren qualitativ schlechter geworden.
Auf Beschluss vom Friedenszentrum treffen wir uns in regelmäßigen Abständen zwanglos zur Diskussion von Friedensthemen im öffentlichen Raum. Vorgesehen ist jeweils der 2. Mittwoch des Monats.
Diesmal am Mittwoch 15. Mai 2024 um 19.00 Uhr im Havanna, gegenüber vom Holwedekrankenhaus.
Thema: "75 Jahre Grundgesetz und das Friedensgebot"
Art. 26 GG
(1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.
(2) Zur Kriegsführung bestimmte Waffen dürfen nur mit Genehmigung der Bundesregierung hergestellt, befördert und in Verkehr gebracht werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
2 Friedensorganisationen, in denen Palästinenser und Israelis sich gemeinsam für den Frieden einsetzen, veranstalten dieses Jahr zum 19. Mal eine gemeinsame Gedenkfeier für die Opfer: “Joint Israeli-Palestinian Memorial Ceremony”: 12. Mai 2024 um 19h30 MEZ. in Tel Aviv und im Internet:
Der Deutsch-Palästinensische Verein in Braunschweig Braunschweig lädt einzu einem Vortrag mit Dr. Shir Hever
„Gaza-Krieg aus der Perspektive eines gebürtigen israelischen Politik-Wirtschaftsforschers und Friedensaktivisten“
Mittwoch, 24.04.2024 | 19:00 bis 21:00 Uhr Haus der Kulturen e.V. Am Nordbahnhof 1A | 38106 Braunschweig
...Seit nun mehr als sechs Monaten gehen die Militäroperationen und die Bodenoffensive der israelischen Besatzungsarmee in Gazastreifen mit einer beispiellosen Aggression und Brutalität gegen die Zivilbevölkerung sowie die Zerstörung von Häusern, Infrastruktur und die Zwangsvertreibung von Zivilisten unvermindert weiter. ...Aktuelle Ereignisse, Hintergründe, Analysen und mögliche Folgen des Krieges in Gaza. ...Ist Frieden noch möglich?
Das Friedenszentrum hat gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Frieden des DGB den Stand 68 auf dem Festgelände zum 1. Mai im Bürgerpark unterhalb der VW-Halle. https://www.google.com/maps/d/u/0/viewer?mid=1T90UWwkBG7iThSK898MHNzRZRwI&ll=52.2560544764833%2C10.520314682603468&z=18
11.00 Uhr Kundgebung auf dem Burgplatz
12.15 Demonstration zur Konrad Adenauerstraße
13.00 - 17.00 internationales Fest
Dazu ein Aufruf, den wir unterstützen: "Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg _ Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit"
Der für den 12.-14.4. in Berlin geplante Palästina-Kongress wurde am Freitag 12.4. ca. eine Stunde nach Beginn, durch die Polizei unterbrochen, der Videostream während der Rede von Salman Abu-Sitta gestoppt und schließlich aufgelöst. Sie verbot außerdem die Wiederaufnahme des Kongresses für das gesamte Wochenende.
Die Veranstaltung wurde bis zum Abbruch aufgezeichnet.
Salman Abu-Sitta war im Vorfeld, wegen Äußerungen aus dem Januar 2024, vom Bundesinnenministerium mit einem politischen Betätigungsverbot belegt worden.
Der Stern schrieb am 12.4.2024 dazu: "Der 86 Jahre alte Salman Abu Sitta sollte den Eröffnungsvortrag auf dem Kongress halten. Der palästinensische Autor leugnete in der Vergangenheit die Gräueltaten der Hamas und nannte die Terroristen "Widerstandskämpfer". Wäre er jünger gewesen, schrieb Abu Sitta, hätte er einer von denen sein können, die am 7. Oktober den Zaun durchbrachen. Der Gazastreifen ist für ihn ein "Konzentrationslager", das "in Dauer und Größe die Lager in Auschwitz, Treblinka und Dachau" übertreffe."
An der Einreise gehindert wurde auch der ähnlich heißende Arzt Dr. Ghassan Abu-Sittah (geb. 1969), auch Rektor der Universität Glasgow.
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