Frieden nach außen und im Innern der Gesellschaft ist ein sehr gefährdetes Gut. Moderne Waffen können alles Leben auslöschen. Dauerhafter Frieden und gewaltfreie Lösungen von Konflikten setzen aber eine neue Lebenskultur weltweiter Gerechtigkeit und Solidarität voraus, die wir erst entwickeln müssen. Diese Kultur baut auf präziseren Informationen auf, als sie die Medien liefern, fordert selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger und einen anderen Umgang mit Tradition, Erziehung und Politik. Unsere Vortragsreihe "Wege zu einer Kultur des Friedens" will zum Nachdenken über und zum Engagement für eine Kultur des Friedens anregen.

Hier finden Sie (sofern erstellt) Vortragsberichte (seit 2009) und auch verlinkte Vortragsvideos (seit 2021). Die Liste ist aber unvollständig. Im. Schnitt gibt es ca 10 Vorträge im Jahr

 

 

 


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - November 2019:

 

Bericht zum Vortrag von Orhan Sat und Dr. Elke Schrage, am 7.11.2019 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".


Am 7. November 2019 fand in der VHS eine Veranstaltung von Friedenszentrum und Friedensbündnis statt, in der die Situation der Kurden thematisiert wurde. Neben der Ärztin Dr. Elke Schrage, die das Kurdengebiet im Südosten der Türkei mehrfach bereist hat, referierte der Politologe Orhan Sat über die historischen Hintergründe. Rojava, führte er aus, sei eine Region und eine Idee, die im diametralen Gegensatz zum Nationalstaat stehe, wie er seit dem Ende des Osmanischen Reiches auch im Nahen Osten eingeführt worden sei. Er legte dar, wie die Kurden, ein uraltes Volk und zugleich die größte Minderheit Vorderasiens, durch die Willkür der Siegermächte im Ersten Weltkrieg (Sykes-Picot-Abkommen zwischen England und Frankreich 1916) auf vier Staaten verteilt wurden: Türkei, Syrien, Irak, Iran. Nirgends werden sie als gleichberechtigt behandelt, daher ist Widerstand ihre eigentliche Identität. In der Türkei werden sie als billige Arbeitskräfte ausgenützt; die Mehrzahl der Gefängnisinsassen sind Kurden. Zeitweilig war der Gebrauch der kurdischen Sprachen mit der Todesstrafe bedroht. Es gab seit der Republikgründung durch Atatürk (1923) zwei unumstößliche Gebote: türkisch und sunnitisch.

 


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - September 2019:

 

Bericht zum Vortrag von Dr. Klaus Latzel, TU Braunschweig, am 19.09.2019 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".


Der Referent nahm den Titel wörtlich und beschränkte sich nicht nur aufn en von Deutschland verursachten europäischen Krieg, sondern ging gelichermaßen auf den von Japan verschuldeten Krieg in Ostasien ein. Er beschrieb die japanische Expansion in China, Korea, der Mandschurei i, französisch –I)Indochina und dem damals noch niederländischen Indonesien – ein Krieg, der mit äußerster Grausamkeit geführt wurde und Millionen Tote kostete.

 


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - August 2019:

 

Ein kritischer Blick auf die Rolle der Medien

Bericht und Video: zum Vortrag von Claudia Haydt am 15. August 2019 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".


Kein Krieg ohne Feindbilder: die Dämonisierung des Gegners, ihn zu einem Untermenschen zu stempeln, der als Freiwild gejagt werden kann, ist die Voraussetzung für den Abbau der Tötungs-Hemmschwelle, die den Menschen zu eigen ist und ihn zu einem Gruppenwesen macht. Sie müssen die eigene Bevölkerung zum Krieg bereit machen. Feindbilder können sich wandeln: Das sehen wir am Feindbild Frankreich, das sich gewandelt hat. Am Beispiel Russland sehen wir, dass ruhende Feindbilder schnell wieder aufgebaut werden können.
 


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Mai 2019:

 

Bericht zum Vortrag von Mathias John am 16.5.2019 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".

Was bis vor kurzem noch allenfalls als Science Fiction galt, droht mit atemberaubender Geschwindigkeit bedrohliche Realität zu werden: Neue tödliche oder vorgeblich „nicht-tödliche“ Waffensysteme, die einen Rüstungswettlauf  auslösen.


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - März 2019:

 

Bericht zum Vortrag von Norman Paech am 21.3.2019 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".

 

Wenig Grund zu Optimismus

Am 21. März referierte der Jurist und Völkerrechtler Norman Paech über die Lage in Palästina und Israel.


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Februar 2019:

 

Bericht zum Vortrag von Ute Finckh-Krämer am 21.2.2019 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".

Zwei Fragen standen im Mittelpunkt von Ute Finckh-Krämers Vortrag.

1) Sind Friedens- und Entspannungspolitik eine realistische Option?

2) An welchen Visionen wird gearbeitet?


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Januar 2019:

 

Mitschnitt zum Vortrag »Die UN – ein zahnloser Tiger?« von Frieder Schöbel am 17.1.2019 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - November 2018:

 

Mitschnitt zum Vortrag von Dietrich Kuessner am 15.11.2018 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".



https://youtu.be/VbGxsFBVdTc?si=7RG07KeNWrRDld8h


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - September 2018:

 

Bericht zum Vortrag von Dr. phil. Reinhold Lüdgemeier–Davin am 20.9.2018 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".


Dr. Lüdgemeier referierte über den Pazifistenkongress 1920 in Braunschweig, in dessen Mittelpunkt eine Rede des Schriftstellers Kurt Hiller stand. Der Kongress in Braunschweig bedeutete eine Sammelbewegung der verschiedenen  friedenspolitischen Richtungen. Nach Kurt Hiller, der einen konsequenten Linkspazifismus vertrat, hätte er zugleich der Beginn einer weiterreichenden gesellschaftlichen  Veränderung sein sollen.


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Mai 2018:

 

Bericht zum Vortrag von Jörg Kronauer am 17.5.2018 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".


Der Publizist Kronauer knüpfte an einen Titel seines amerikanischen Kollegen Graham Allison an. Dieser greift  in seinem unlängst veröffentlichten Buch „Destined to War“ auf die These des antiken Geschichtsschreibers Thukydides zurück, der den Peloponnesischen Krieg als zwangsläufige Folge des Aufstiegs von Athen betrachtete. Dieser Aufstieg rief die bisherige Hegemonialmacht Sparta auf den Plan. - Wie ist Allisons These, ein Krieg zwischen der VR China und den USA sei angesichts ähnlicher Konstellationen heute sehr wahrscheinlich, einzuschätzen?