Frieden nach außen und im Innern der Gesellschaft ist ein sehr gefährdetes Gut. Moderne Waffen können alles Leben auslöschen. Dauerhafter Frieden und gewaltfreie Lösungen von Konflikten setzen aber eine neue Lebenskultur weltweiter Gerechtigkeit und Solidarität voraus, die wir erst entwickeln müssen. Diese Kultur baut auf präziseren Informationen auf, als sie die Medien liefern, fordert selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger und einen anderen Umgang mit Tradition, Erziehung und Politik. Unsere Vortragsreihe "Wege zu einer Kultur des Friedens" will zum Nachdenken über und zum Engagement für eine Kultur des Friedens anregen.

Hier finden Sie Vortragsberichte (seit 2009) und auch verlinkte Vortragsvideos (seit 2021)

 

 


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - April 2018:

 

Bericht zum Vortrag von Jürgen Rose am 19. April 2018 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".


Zum Vortrag von Jürgen Rose am 19.4.2018 in unserer Reihe „Wege zu einer Kultur des Friedens“ über die „obsolet“ gewordene NATO und ihren möglichen Ersatz durch eine europäische Friedensarmee:

Rose ging zunächst auf die Anfänger der deutschen Wiederbewaffnung ein, Vorgesehen war ursprünglich der Eintritt in eine europäische Truppe, in der die deutschen Rechte durch die „Himmeroder Denkschrift“ streng gegrenzt waren. Nach dem Scheitern dieser Europäischen Verteidigungsgemeinschaft wurde die Bundeswehr 1955 in die NATO integriert (der Preis für die westdeutsche Souveränität).


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - März 2018:

 

Bericht zum Vortrag von Dr. Christian Wipperfürth am 15.3.2018 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".

Angesichts der Gefahr einer großen militärischen Auseinandersetzung gibt es Hoffnungen durch eine Initative „Neue Entspannungspolitik jetzt“.

Dr. Christian Wipperfürth versucht deutlich machen, wo es zarte Pflänzchen einer Entspannung gibt und was getan werden könnte und sollte, um Spannungen zu vermindern und vielleicht sogar eine neue Entspannungspolitik in Gang zu setzen.


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Februar 2018:

 

Bericht des Vortrages von Ulrike Herrmann am 22. Februar 2018 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".

War es das brisante Thema, oder die aus Funk und Fernsehen bekannte taz-Wissenschaftsjournalistin Ulrike Herrmann, die bei ihrem wegen des Sturmes nachgeholten Vortrag in der Reihe „Wege zu einer Kultur des Friedens“ die Zuhörer in Massen anzog? Es war nicht nur ein höchst informativer Vortrag, der überraschende Zusammenhänge eröffnete; er war fulminant vorgetragen mit oft drastischen Urteilen in einer auch für Laien verständlichen Sprache, die erklärte, ohne zu simplifizieren.


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Februar 2018:

 

Bericht zum Vortrag von Matin Baraki am 15. Februar 2018 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".

Nach dem 2. Weltkrieg, im Kalten Krieg war Afghanistan ein neutraler Staat. Da nach US-amerikanischer Auffassung Neutralität als „unmoralisch“ galt, erhielt das rückständige Land keinerlei Entwicklungshilfe. Nach dem Sturz der Monarchie (1973) etablierte sich eine sozial orientierte Regierung, die sich um die Alphabetisierung der Bevölkerung und um Landverteilung bemühte. Zu diesem Zeitpunkt war die US-Regierung - unter dem Einfluss der Theorien des Sicherheitsberaters von Präsident Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski - zu der Überzeugung gelangt, dass Afghanistan aufgrund seiner geostrategischen Lage eine zentrale Rolle in Eurasien spielte. Wer diese Region kontrollierte, habe großen Einfluss auf die asiatischen und europäischen Länder – eine These, die bis heute nicht an Bedeutung verloren hat.

Bericht zum Vortrag von Friedhelm Hengsbach SJ am 17.11.2017 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".

Resümee des Referenten

In einem Vakuum von Brexit, Parlamentswahlen, Regierungsfindung, gefühlte äußere Bedrohung


(1) Europäische Träume

Jean-Claude-Junckers Ruck-Rede
- ein Plädoyer für die Union als Ganzes; der Binnenmarkt und die Eurozone werden auf die gesamte EU ausgeweitet; Finanztransfers gleichen die unterschiedlichen Lebenslagen in den Mitgliedsländern einander an; gemeinsame Sozialstandards; gegen das Demokratiedefizit der EU eine Reform der Institutionen, Bündelung der EU-Entscheidungsträger und Konzentration ihrer Kompetenzen; Mehrheits­ent­schei­dungen; ein Präsident für Rat und Kommission; ein Wirtschafts- und Finanzminister als EU-Kommissar und Chef der Euro-Gruppe.

Emmanuel Macron
- Neugründung der EU; länderübergreifende Wahl der Abgeordneten des EU-Parlaments; zentrale EU-Einrichtungen und Verfahren: Verteidigungsbudget und gemeinsame Eingreiftruppe; Staatsanwaltschaft, Geheimdienst­akade­mie, Katastrophen­schutz; Asylbehörde, Einwanderungsgesetz, Grenzpolizei; EU-Energiemarkt, CO2-Zertifikatehandel;  Unternehmensteuer, Finanztransaktions­steuer; unterschiedliche Integrationstiefen: Eurozone, steuerfinanziertes Budget, Finanzminister;  vollständige deutsch-französische Marktintegration.

Wolfgang Schäuble
- Vertiefung der Eurozone; Festigung des ESM, Ausweitung der Befugnisse und tendenzielle Überführung in einen EU-Währungsfonds unter strengen Auflagen; strikte Einhaltung der Stabilitätsregeln gegenüber den Euroländern; Insolvenzordnung  für überschuldete Staaten unter Beteiligung privater Gläubiger; Kritik der deutschen Finanzverwaltung an Juncker, Entmachtung der Kommission, weil diese  staatliche Überschuldung toleriert und die Stabilitätsregeln nicht dem EU-Primärrecht zuordnet; Vorstellungen einer EU verschiedener Geschwindigkeiten.


(2) Europäischer Alltag

Das marktradikale Erbe: Wetterwechsel zu Beginn der 1980er Jahre: Drei neue Theoriemuster: Der Markt als Grundform menschlicher Beziehungen, der Vorrang der Geldsphäre vor der Realwirtschaft, der Vorrang privater Güter vor öffentlichen Gütern.

Binnenmarkt:
Vier große Freiheiten der Waren, der Dienst, der Arbeitskräfte und des Kapitals. Zunächst Industriewaren, dann auch die Dienstleistungen (Bolkestein-Richtlinie), Gesundheit, Pflege, Soziale Leistungen, Verkehrsleistungen.

Währungsunion:
Nur zwei Stellgrößen: Stabilisierung des Güterpreisniveaus, Deckelung der öffentlichen Haushalte. Einheitliches Zinsniveau (nominal). Regionale Ungleichgewichte.

Von der Bankenkrise zur Verschuldungskrise peripherer Staaten:
Rasante Aufwärtsbewegung der Vermögenspreise, Platzen der Blase, Rettung der Banken durch die Staaten, hohe Staatsverschuldung, spekulative Attacken gegen die schwächsten hoch verschuldeten Staaten der Eurozone.  Asymmetrisches Krisenmanagement; .gegen den Teufelskreis ein Befreiungsschlag durch die EZB.


Risse an einer hohen Mauer:

„Europa ist keine Sozialunion“ (Angela Merkel) Hat sie Recht? Im EU-Vertrag: Solidarität unter den Mitgliedsländern, Angleichung der unterschiedlichen Lebensverhältnisse der Regionen  und Staaten: derzeit ins Gegenteil verkehrt - wachsende Polarisierung innerhalb und zwischen den Mitgliedsländern; entregelte Arbeitsverhältnisse, Abbau solidarischer Sicherungssysteme, Armut.

Prioritäten:
Der „lange Gang nach Westen“ hat in den ursprünglichen EU-Ländern Lebensstile und Orientierungen verändert;  mit den EU-Erweiterungen nach Süden (ehemalige Diktaturen), nach Norden (UK und skandinavische Länder) und nach Mittelosteuropa (mit dem Zusammenbruch der UdSSR) ist das Einfühlungsvermögen in die anderen Erwartungen der neuen Völker nicht gewachsen.

Rivalitäten:
Angeblich leistungsfähige Nationen im Norden suchen „Südländer“ und Mittelosteuropäer zu disziplinieren, eine deutsch-französische Achse oder die Bundesrepublik spielen sich als Quasi-Hegemon der EU auf, jeweils auf der Suche nach zufälligen Partnern; Die von den Banken etikettierte „staatliche Verschuldungskrise“ in der Eurozone durch die angeblich leistungsstarken Nordländer zu bewältigen, insbesondere mit Hilfe der deutschen Sparpolitik (schwarze Null) die angeblich leistungsschwachen Süd- oder rmittelost-europäischen Länder zu steuern bzw. zu disziplinieren, provoziert unkontrollierte Gegenreaktionen. Die im Ausland erwartete und auch empfundene starke Position Deutschlands in Europa mag aus ökonomischer Sicht berechtigt sein, politisch wird diese Verantwortung nicht wahrgenommen. Alleingänge erzeugen Unwillen und Widerstand bei kleineren Partnern; Anti-Koalitionen entstehen - Südstaaten (Mittelmeerländer „club Med“), Visegrádgruppe, Westbalkanstaaten unter Regie Österreichs, Drei Meere-Koalition.


Blutige Grenzen

Verkehrte Weichenstellung: Dublin III-Verordnung ist eine unsolidarische Belastung der Südstaaten, macht Deutschland grundsätzlich flüchtlingsfrei, zudem kann das ursprüngliche Asylrecht denen verweigert werden, wenn Geflüchtete  aus einem Mitgliedsland, sicherem Drittstaat, Herkunftsland kommen. Vertikales Schisma: Bürgerschaftliche Initiativen  Regierende: Abschreckung, „Asylmissbrauch“, abgesenkte Sozial­leistungen, Afghanistan ist sicher,  Wohn­sitzauflagen, 1 €-Jobs.

Was ist schief gelaufen: Einsame Entscheidung, Ahnungslos gegenüber Dublin III, Ressort­kompetenz, Teufelskreis: Fremdenfeindlichkeit, schärfere Gesetze, Reaktion auf Gewalt. Falsche Erwartung an die Solidarität der Mitgliedsländer nach einer Verletzung der Solidarität.

Europas Mauer: „Mare Monstrum“ - Diese Wirtschaft tötet“ (Franziskus), 5000 Ertrunkene im Mittelmeer 2016, Konferenz der Westbalkanstaaten in Wien 2016, Abstimmung auf Obergrenzen. Migrationsgipfel 2016 in Wien, Abriegelung der Grenzen. „Balkanroute für immer geschlossen“. Neue Migrationspolitik als Grenzbefestigung, Abkommen mit Herkunftsländern, Abfanglager, Privat-öffentliche Agenturen der Grenzsicherung, Verlagern der Grenze in die afrikanische Wüste, Ächtung und Kriminalisierung ziviler Initiativen der Rettung aus Seenot. Flüchtlingsgipfel in Valletta und Paris, Türkei-Deal: Abwehr Geflüchteter gegen Eurozahlung, Migrationspartnerschaften mit Libyen, mit afrikanischen Staaten südlich der Sahara.


(3) Die Europäische Union - eine Doppeldemokratie

• Schlamassel der Verfahren und Institutionen:
Zwei Verfahren - die „Gemeinschaftsmethode“ (Kommission, Parlament, Ministerrat) und die „Unionsmethode“ (Rat der EU). - Drei/vier zentrale Institutionen: der Europäische Rat, die Träger der ordentlichen Gesetzgebung, die Staaten der Eurozone, die  völkerrechtliche Verträge schließen, und die EZB.

Fragile Demokratie:
Die Institutionen streiten um Entscheidungskompetenzen, wählen die Verfahren beliebig aus. Dominanz von Binnenmarkt und Finanzsphäre, Politik in Geiselhaft der Konzerne und Lobbyisten, statt Richtlinienkompetenz Ressortmanagement, Wahlenthaltung der unteren Schichten.

Zwei Souveränitäten:
die EU-Bürgerinnen und Bürger, die ein nationales Parlament wählen. Die souveränen Nationalstaaten geben begrenzte Teile und Kompetenzen an ein supranationales Rechtssubjekt ab. Die EU ist ein Staatenverbund, eine freie Republik souveräner Staaten, eine Doppeldemokratie -  Verfassung: souveräne Parlamente, Exekutive, Länderkammer, Gerichtshof.

Charme des Nationalen:
Die primäre Staatlichkeit liegt bei den Nationalstaaten, Garanten des Rechts, der universalen Menschenrechte, Recht auf eigene Identität, deshalb Respekt vor der Geographie, möglichen Gravitationsfeldern, Gruppierungen der Nationen der EU.

Gewicht der Regionen:
Emotionale Bindung an überschaubare Gemeinschaften, Landschaften, Geschichte, Kultur; Austausch von Schülern, Auszubildenden, Studenten. Elementare Ressource zivilgesellschaftlicher Initiativen und Bewegungen - gegen staatliche Hysterie der Bedrohung und Verteidigung,  Aufrüstung und Sicherheitsängste, die den Einsatz für den Frieden verdrängt.


Friedenszentrum / Braunschweiger Friedensbündnis , 16.11.17, Friedhelm Hengsbach SJ, Nell-Breuning Institut


s. auch Beitrag von Friedrich Hengsbach am 24.3.2017 in der Frankfurter Rundschau "Europa ist eine Sozialunion - Zum Jubiläum darf die EU nicht nur jubeln. Sie muss sich fragen, wie ein Neustart gelingen kann."


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Dezember 2017:

 

Bericht zu Filmvorführung und Diskussion (über Internet direkt mit Leuten in Bethlehem): mit Hubert Schipmann am 7.12.2017 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".

Viele Mitglieder der Combatants for Peace haben durch Krieg und gegenseitige Gewalt im Nahost-Konflikt unerträgliches Leid erfahren und Familienangehörige verloren. Schuld daran waren immer „die Anderen“, die „Bösen“ auf der anderen Seite. Bis sie sich kennen- und schätzen gelernt haben.


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Oktober 2017:

 

Bericht des Vortrags von Martin Schult am 19.10.2017 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".


Martin Schult hat als Mitglied des Börsenvereins und als Geschäftsführer des Friedenspreises des deutschen Buchhandels den jährlichen Festakt in der säkularisierten Paulskirche in Frankfurt  hautnah miterlebt. So berichtete er sehr lebendig über die Vergabe der Friedenspreise an Menschen, die von den Buchhandlungen vorgeschlagen und  von einer Jury als Preisträger ausgewählt wurden. Nach der unrühmlichen Vorgeschichte des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (Zusammenarbeit mit den Nazis) stiftete der Schriftsteller und Autor Hans Schwarz zusammen mit einigen Verlegern den Friedenspreis  in der Hoffnung, Deutschland aus der kulturellen Isolation heraus zu holen und das humanistische Gedankengut wieder in die Gesellschaft einzubringen. „Da es sich um einen Brückenschlag und Völkerversöhnung handelt, müsste es ein Friedenspreis für alle werden, die draußen für uns einstehen.“ (Hans Schwarz).


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - August 2017:

 

Bericht des Vortrags von Reiner Braun am 17.8.2017 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".

 

Drohnen – der heimliche Tod aus Deutschland

Der Tod durch Drohnen kommt in den Nachrichten selten vor – und doch ist er inzwischen Alltag in Pakistan, Afghanistan, Jemen, Libyen und in Somalia. Die Menschen in diesen Ländern müssen mit dem allgegenwärtigen Tod rechnen: in der Stadt – auf dem Feld - bei Hochzeiten -  bei Beerdigungen – wenn Menschen zueinander kommen.  Die Bedrohung ist täglich und ununterbrochen.. Man kann sich daran nicht gewöhnen. Das ist psychische Folter.

Offiziell gab es 5000 Drohneneinsätze  mit Toten im 5-stelligen Bereich, 80% davon sind Zivilisten.


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - März 2017:

 

Bericht des Vortrags von Klaus Schlichtmann am 14.3.2017 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".

Der Versuch einer Abschaffung des Krieges

Am 14. März 2017 referierte der in der Nähe von Tokio lebende Friedensaktivist Dr. Klaus Schlichtmann über die im Gang befindliche Aufrüstung Japans. Er führte die Zuhörer zurück in die unmittelbare Nachkriegszeit, als eine Reihe von Staaten bereit war, auf den Krieg als legales Mittel eines souveränen Staates zu verzichten in der Hoffnung auf eine gerechte Weltordnung, die mit Hilfe einer Weltgerichtsordnung den Krieg überflüssig machen sollte. Sie hätte jedoch nur das Ergebnis eines dynamischen Prozesses sein können; bis dahin sollte die UNO die Rechtsordnung garantieren.


Aus der Reihe - WEGE ZU EINER KULTUR DES FRIEDENS - Januar 2017:

 

Bericht  des Vortrags von Elvira Claßen am 19.01.2017 in der VHS in der Reihe "Wege zu einer Kultur des Friedens".

Frau Claßen (Dipl. Soz) ist seit 1979 in der Friedensbewegung aktiv. Seit Beginn der Friedensbewegung hat es die Suche nach Alternativen zu militärischen Einsätzen gegeben, nach Möglichkeiten der zivilen Konfliktbearbeitung, d.h. „ohne physische Gewalt anzuwenden oder diese anzudrohen“ (Def. nach Christiane Schweitzer, Bund für soziale Verteidigung BSV). Friedens- und Konfliktforschung und ihre Akteure haben Mittel und Instrumente entwickelt und in etlichen Fällen auch mit Erfolg erprobt, leider ohne in der Öffentlichkeit entsprechend gewürdigt zu werden.

Voraussetzung für die Lösung eines Konflikts ist zunächst die Analyse. Welche Interessen haben die  Konfliktparteien? Wie können sie erreichen, dass sie „auf Augenhöhe“ miteinander reden?